„Überwiegend gute Erfahrungen“

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Philipp Hörst blieb ein Drittliga-Einsatz verwehrt. Vater Berthold erging es besser: Er schnupperte 1988 20 Minuten Zweitliga-Luft im OFC-Trikot.

Offenbach (leo) - Der Kapitän ist von Bord gegangen. Nach insgesamt achteinhalb Jahren bei Kickers Offenbach hat Philipp Hörst (21) den Verein verlassen und schnürt in der Rückrunde für Viktoria Aschaffenburg in der Fußball-Hessenliga die Kickschuhe.

„Die Viktoria ist für mich eine sehr gute Option“, sagt der Rechtsverteidiger, der im zweiten D-Jugendjahr zum OFC kam, nach drei Jahren für eine Saison zur Spvgg. Greuther Fürth wechselte und anschließend mit dem OFC in die A-Jugend-Bundesliga Südwest aufstieg. Unter den Trainern Jürgen Baier und Günter Stiebig absolvierte Hörst 77 Hessenliga-Partien, erzielte zwei Tore. Seit eineinhalb Jahren trug er zudem die Kapitänsbinde. Im vergangenen Jahr trainierte Hörst bei den Profis mit, saß in den Partien beim SV Wehen Wiesbaden (1:3) und gegen Jahn Regensburg (2:1) auf der Bank des Drittligisten. „Eingewechselt wurde ich leider nicht“, bedauert er. Um am Training der ersten Mannschaft teilzunehmen, hatte er im vergangenen Sommer sogar seinen Urlaub in Kroatien abgebrochen.

„Das Studium geht vor“

Auf eigenen Wunsch konzentrierte er sich zuletzt wieder auf die zweite Mannschaft. „Das Studium geht vor“, sagt der 21-Jährige, der derzeit ein Fernstudium als Politologe an der Uni Hagen absolviert. „Aschaffenburg spielt in der kommenden Saison in der Regionalliga, zudem werde ich voraussichtlich dort studieren“, nennt Philipp Hörst die Gründe für seinen Wechsel zum Ligarivalen. Zumal er in Wörth am Main wohnt - die Fahrtstrecke nach Aschaffenburg ist somit deutlich kürzer als die nach Offenbach.

„Ich nehme aus meiner Zeit beim OFC überwiegend gute Erfahrungen mit. Ich habe hier viele nette Menschen kennen gelernt und fußballerisch einiges erlebt. Es gab auch kleinere Enttäuschungen, aber das Positive überwiegt“, erklärt Hörst. Im ersten Testspiel mit der Viktoria gegen Verbandsligist SG Bruchköbel setzte ihn Aschaffenburgs Trainer Peter Lack auf dem ungewohnten Posten als Linksverteidiger ein. Das klappte aber gut, Hörst erzielte bei der 2:3-Niederlage sogar einen Treffer. Sein Ziel bei den Unterfranken: „Ich will mir einen Stammplatz sichern und hier eine feste Größe werden. Da braucht die Viktoria auf meiner Position keinen anderen Spieler holen.“

Quelle: op-online.de

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