Hessenliga

Urberach atmet nach 1:0-Sieg auf

Offenbach (leo) - Mit dem 1:0-Sieg beim Tabellendritten FSC Lohfelden sorgte der ersatzgeschwächte Vorletzte Viktoria Urberach in der Fußball-Hessenliga für einen echten Paukenschlag. Die TGM SV Jügesheim behauptete mit einem 0:0 beim FSV Fernwald den zweiten Platz.

Allerdings liegt der KSV Baunatal nach dem 3:1-Sieg gegen Rot-Weiß Darmstadt nun zwei Zähler vor den Jügesheimern. Dagegen verlor Kickers Offenbach das Duell der zweiten Mannschaften beim SV Wehen Wiesbaden mit 0:1, bleibt aber Tabellenfünfter. Allerdings rückten die Mannschaften aus dem Mittelfeld näher an den OFC heran. Tabellenletzter bleibt der FC Eddersheim, der gegen den Hünfelder SV mit 0:2 verlor.

FSC Lohfelden - Viktoria Urberach 0:1 (0:1)

Nach Stanko Pavlovic (rotgesperrt), Kevin Simmons, Domenico Di Rosa (beide verletzt) und Patrick Barnes (steht nicht mehr zur Verfügung) fiel auch noch Renato Tusha mit einer Knieverletzung aus. Für ihn rückte Benjamin Braus in die Startelf. Der 19-Jährige spielte einst in der Jugend für Eintracht Frankfurt und Chievo Verona/Italien, kam erst vor wenigen Wochen zum FC Viktoria.

Trotz der personellen Probleme wehrten sich die Urberacher tapfer, ging bereits nach sieben Minuten durch Dominik Lötschert in Führung und ließen erst in der 83. Minute die erste nennenswerte Torchance der Gastgeber zu. „Läuferisch und kämpferisch waren wir sehr stark, taktisch war das unser bestes Saisonspiel. Und wir haben endlich einmal wieder zu null gespielt“, meinte Urberachs Trainer Thomas Epp. Lohfelden hatte zwar optisch mehr vom Spiel, gefährlicher waren aber die Urberacher, die immer wieder gefährliche Konter setzten, jedoch nicht den vorentscheidenden zweiten Treffer erzielten. Als Urberachs Schlussmann Lazar Kacarevic in der 83. Minute beim ersten gefährlichen Torschuss der Nordhessen gefordert war, hielt er sicher den Dreier fest.

FSV Fernwald - TGM SV Jügesheim 0:0

„Insgesamt gerecht“, beurteilte Jügesheims Trainer Lars Schmidt die Begegnung. „In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt, waren deutlich überlegen. In der Endzone aber sind wir zu leichtfertig mit unseren Chancen umgegangen, waren zu halbherzig oder haben die falsche Entscheidung getroffen.“ Somit wechselten beide Mannschaften torlos die Seiten. In der zweiten Hälfte kamen die Fernwalder deutlich besser ins Spiel und im Unterschied zur ersten Hälfte auch zu einigen Möglichkeiten. Jügesheim – in der Schlussphase verstärkte Michael Stegmann als zweiter Sechser die Defensive – kam zwar immer wieder zu Entlastungsangriffen, die aber fast ausnahmslos am Strafraum der Hausherren endeten. Jügesheim diktierte den ersten Abschnitt, Fernwald den zweiten - daher war die Punkteteilung gerecht.

SV Wehen Wiesbaden II - Kickers Offenbach II 1:0 (1:0)

„Unser Motto war: oben dran bleiben“, sagte Kickers-Trainer Günter Stiebig. Doch nach der überflüssigen Niederlage sind die Offenbacher vorerst nur Mittelmaß.

Beide Mannschaften zeigten das erwartet technisch gute Spiel, neutralisierten sich aber nahezu über die gesamte erste Hälfte gegenseitig. In der 34. Minute entwickelte sich aus einem Eckball der Offenbacher, bei denen Yannic Horn nach abgelaufener Rotsperre wieder das Tor hütete, ein Konter, den die Hausherren durch Önning zum überraschenden 1:0 abschlossen.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs übernahmen die Kickers mehr und mehr die Initiative. „Wir waren dominant und haben gut kombiniert. In der Offensive waren wir im Abschluss aber nicht entschlossen genug“, stellte Stiebig fest. Dabei setzten die Kickers in der Schlussphase alles auf eine Karte, wechselten mit Mostafa El Aadmi und René Brunner zwei zusätzliche Angreifer ein. Doch Mittelfeldspieler Robin Söder hatte insgesamt alleine dennoch mehr Torabschlüsse als die komplette Kickers-Offensive, die immer wieder die Bälle quer spielte, gemeinsam. „Wir haben gut gespielt, ein Unentschieden wäre mehr als verdient gewesen. Aber wir waren einfach zu ungefährlich“, erklärte Stiebig, der nun über eine Umstellung in der Offensive nachdenkt.

Quelle: op-online.de

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