Urberach vorne wieder zu harmlos

Urberach Andreas Gross Frankfurt Viktoria
+
Der Urberacher Andreas Gross kommt vor dem Frankfurter Ibrahim Coubadja an den Ball. Nutzte nichts. Die Gäste siegten bei der Viktoria mit 2:0.

Urberach (leo) ‐ Inmitten einer weißen Winterlandschaft unterlag Viktoria Urberach in der Fußball-Hessenliga gegen Rot-Weiss Frankfurt mit 0:2 (0:1) - am Morgen hatte ein Räumkommando noch den Schnee vom Platz geschoben.

„Die erste Hälfte war in Ordnung. Wir hatten sehr viele Chancen. Frankfurt ist ein Mal vor unser Tor gekommen und trifft ausgerechnet durch Semir Sejdovic, der vergangene Saison noch bei uns gespielt hat“, sagte Urberachs Trainer Thomas Epp. „Das war mit der Leistung in Eschborn nicht zu vergleichen“, erkannte der Ex-Profi auch einen positiven Aspekt, „wer so viele Chancen auslässt, braucht sich nicht wundern, wenn er am Ende noch einen Konter zum 0:2 kassiert. In der Offensive passt es bei uns nicht.“ Domenico Di Rosa fehlte erneut mit Leistenproblemen, wird morgen genauer untersucht. Horst Russ bot erneut eine enttäuschende Leistung, auch der eingewechselte Mark Dillmann kam über Bemühungen nicht heraus. Die Bilanz der Stürmer ist nach 19 Partien überaus mager. Russ (19 Spiele, sechs Tore), Dillmann (19/3) und Di Rosa (10/3) trafen gemeinsam erst zwölfmal. In der Tabelle weisen die Urberacher nach der zweiten Niederlage hintereinander nur noch zwei Zähler Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz auf.

Weil der Ex-Rot-Weisse Denis Talijan am Samstagmorgen über starke Rückenschmerzen klagte, rückte Ljubisa Gavric kurzfristig als rechter Verteidiger in die Startformation. Auf der linken Seite tauschten Andreas Gross und Sebastian Schwab ihre Positionen. „Gross ist der aggressivere und wir wussten, dass Semir Sejdovic über diese Seite kommt“, erklärte Epp. Gross hatte seine ehemaligen Teamgefährten gut im Griff, dennoch gelang Sejdovic nach 20 Minuten das 1:0.

Zu diesem Zeitpunkt hätten die Urberacher allerdings schon längst führen können. Bereits in der zweiten Minute setzte sich Yüksel Ekiz, der erstmals als zweite Spitze agierte, fein durch, doch Rot-Weiss-Torwart David Salfeld hatte die Finger noch am Ball und wehrte den Schuss des Urberachers an den Pfosten ab. Auch bei den nächsten beiden Urberacher Angriffen stand der Frankfurter Torhüter im Blickpunkt: Zunächst rettete er gegen den frei vor ihm auftauchenden Mario Gotta (3.), dann bei einem Kopfball von Marco Betz (7.). „Der Frankfurter Torhüter hat gut gehalten“, betonte auch Thomas Epp.

Auch nach dem Wechsel vergaben die Urberacher weitere Möglichkeiten, die beste zehn Minuten vor Spielende: Marco Betz schoss aus zwei Metern einen freien Ball über das Tor. „Wir hatten sehr viele Standards, sehr viele hohe Bälle. Und haben nichts daraus gemacht“, ärgerte sich Epp. In den letzten zehn Minuten kam Denis Talijan gegen seinen Ex-Verein doch noch zum Einsatz. Doch auch der kopfballstarke Verteidiger, den Epp in die Spitze schickte, konnte an der Niederlage nichts mehr ändern.

Viktoria Urberach: Kacarevic - Gavric, Rhein, Wolf, Gross - Betz, Selmanaj - Gotta, Schwab - Ekiz (72. Talijan), Russ (67. Dillmann)

Rot-Weiss Frankfurt: Salfeld - Pllana, Pajic, Simmons, Azougagh - Yasaroglu (85. Schick), Thomas - Sejdovic (69. Pospischil), Cavallo (62. Decise) - Coubadja, N‘Diaye

Tore: 0:1 Sejdovic (18.), 0:2 N‘Diaye (89.) - Schiedsrichter: Velten (Schöffengrund) - Zuschauer:60

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare