Urberacher Leistung unbelohnt

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Urberachs Kapitän Naser Selmanaj (links) im Kopfballduell mit dem Frankfurter Dabanli. Die Viktoria verlor bei der FSV-Reserve mit 1:2.

Frankfurt (leo) ‐ „Was wir in Schwalmstadt schlecht gemacht haben, haben wir gegen den FSV gut gemacht. Aber wir sind leider nicht belohnt worden“, meinte Thomas Epp, Trainer bei Viktoria Urberach, nach der 1:2 (1:1)-Niederlage beim Spitzenreiter FSV Frankfurt U23.

Nach der zweiten Niederlage in Serie rutschten die Urberacher binnen zwei Wochen vom dritten über den sechsten auf den zehnten Tabellenplatz der Hessenliga ab. Der Vorsprung auf den Elften Hünfelder SV beträgt allerdings noch sechs Zähler.

Der Abstand nach unten ist schon noch groß genug. Wir haben eine junge Mannschaft, das ist sehr schön. Aber wir haben keine Mannschaft, die ganz oben mitspielen kann“, sagte Epp. „Wir haben in Frankfurt einen sehr großen Aufwand betrieben, ein Punkt wäre verdient gewesen. Aber für eine gute Leistung können wir uns nichts kaufen.“ Ramon Berndroth, Trainer des Tabellenführers vom Bornheimer Hang, erklärte nach dem zwölften Spiel ohne Niederlage in Serie: „Zum Schluss war es spannend, weil Urberach mit seinen Standarts gefährlich war.“ Ähnlich wie Thomas Epp früher als Profi hätten auch seine Viktoria-Spieler geschickt ihren Körper eingesetzt und so einige Freistöße herausgeholt.

Urberacher waren gleichwertige Gegner

Der FSV hatte mehr vom Spiel, aber keine zwingenden Torchancen“, sagte Epp. Die erarbeiteten sich auf der anderen Seite Mitte der ersten Hälfte die Urberacher, doch Christian Okpala schoss den Ball im zweiten Versuch in die Arme von Frankfurts Schlussmann Stahl. Zehn Minuten vor dem Seitenwechsel wurde die Viktoria dann doch für ihr engagiertes Spiel belohnt, Marco Betz brachte den Vorjahresdritten mit 1:0 in Führung. Doch Sekunden vor dem Pausenpfiff glichen die Bornheimer durch Aziz Bouhaddouz, in der vergangenen Woche beim 5:0-Sieg der Bornheimer bei Germania Ober-Roden fünffacher Torschütze, zum 1:1 aus. Es war das elfte Saisontor des FSV-Angreifers.

Tore: 0:1 Betz (35.), 1:1 Bouhaddouz (45.), 2:1 Simac (78.)

Schiedsrichter: Eibach (Schrecksbach)

Zuschauer: 100

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Urberacher ein gleichwertiger Gegner, doch ein Doppel-Blackout von Ljubisa Gavric, der ansonsten eine sehr gute Partie zeigte, führte dann zum zweiten Gegentor. Zunächst ließ das 19-jährige Talent, das von der FSV-Jugend nach Urberach wechselte, den Ball ins Toraus laufen. „Er dachte, es gibt Abschlag für uns“, erklärte Epp. Beim anschließenden FSV-Eckball stimmte die Zuordnung nicht, Gavrics Gegenspieler Simac traf zum 2:1 für die Gastgeber. „Der FSV hat unsere Fehler gnadenlos bestraft“, sagte Epp. Im Endspurt kratzte Frankfurts Schlussmann Stahl einen Freistoß von Naser Selmanaj aus dem Torwinkel (89.), Mario Rhein schoss an die Latten-Unterkante des FSV-Tores (90.+1). „Das Glück war leider nicht auf unserer Seite“, bedauerte Thomas Epp.

FSV Frankfurt U23: Stahl - Gallego (85. Tilger), Simac, Schneider, Ledesma - Dabanli, Welzmüller, Scrypzak (77. Özer), Ucar (68. Ulbricht) - Durur, Bouhaddouz

Viktoria Urberach:Istuk - Gavric, Rhein, Wolf, H. Sejdovic (83. Gross) - Betz, Selmanaj - Kurek (75. Maach), Schwab - Okpala, Dillmann

Quelle: op-online.de

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