Amateurfußball

Verbandsliga: Bickel im Stadt-Derby zweimal mit Köpfchen

Sicher im Griff: Emre Kaya (hinten) und die Spvgg. 03 gewannen das Isenburger Derby verdient mit 3:1. Dejan Alempic, spielender Co-Trainer des SV Pars, schied in der zweiten Hälfte verletzt aus.
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Sicher im Griff: Emre Kaya (hinten) und die Spvgg. 03 gewannen das Isenburger Derby verdient mit 3:1. Dejan Alempic, spielender Co-Trainer des SV Pars, schied in der zweiten Hälfte verletzt aus.

Die Spvgg. 03 Neu-Isenburg hat in der Fußball-Verbandsliga das Stadt-Derby gegen den SV Pars gewonnen. Klatschen gab es für 1960 Hanau und Germania Großkrotzenburg

Offenbach – Die Spielvereinigung 03 bleibt die Nummer eins im Neu-Isenburger Fußball. Die Mannschaft von Trainer Nick Janovsky gewann das Stadtderby in der Verbandsliga Süd beim SV Pars verdient mit 3:1. In neun Partien fielen 48 Tore, der SC 1960 Hanau und Germania Großkrotzenburg kassierten jeweils ein Siebenerpack.

SV Pars Neu-Isenburg - Spvgg. 03 Neu-Isenburg 1:3 (0:3). „Der Sieg war hochverdient. Wir waren präsent bei den Standards, zudem hatte Emre Kaya einen Geistesblitz“, zeigte sich 03-Trainer Nick Janovsky zufrieden. „Hochverdient“, gab auch SV- Pars-Trainer Sasan Tabib zu, „wir haben die Standards nicht gut verteidigt und sind nicht hinter die Kette der 03er gekommen.“

Kopfbälle prägten die Anfangsphase der Partie vor nur 100 Zuschauern in Zeppelinheim. Bereits nach wenigen Sekunden scheiterte 03-Angreifer Raphael Kreis an Pars-Torhüter Kristijan Ivkic, auf der anderen Seite köpfte Onur Acikel deutlich über das Tor (5.). Kopfball Nummer drei schlug ein: Einen Freistoß von Emre Kaya von der rechten Seite verwertete der mitaufgerückte Außenverteidiger Paul Bickel am langen Pfosten lauernd zum 1:0 für die Spielvereinigung (6.). Die 03er dominierten den ersten Durchgang, verpassten aber gleich mehrfach den zweiten Treffer. Kreis scheiterte zweimal an Ivkic, der jeweils mit einer Fußabwehr das 0:2 verhinderte (28., 32.). In der 44. Minute erhielten die Gäste einen Freistoß zugesprochen. Leon Hammel brachte den Ball von links in den Strafraum, Bickel verlängerte mit dem Kopf – 0:2. „Es war wichtig, dass wir so früh in Führung gegangen sind, das hat uns gut getan. Anschließend haben wir immer wieder Nadelstiche gesetzt“, zeigte sich der zweifache Torschütze zufrieden. Sekunden nach dem 0:2 eroberten die 03er im Mittelfeld den Ball und Emre Kaya schlenzte die Kugel aus rund 30 Metern zur 3:0-Pausenführung für die 03er ins Tor.

Der SV Pars kam engagiert aus der Kabine, musste aber ab der 56. Minute den an der Hand verletzten Dejan Alempic ersetzen, die Partie war sieben Minuten lang unterbrochen. Mit einem Handelfmeter verkürzte Milad Salem auf 1:3 (68.), mehr brachten die Gastgeber nicht zu Stande. Die beiden „Türme“ in der 03-Innenverteidigung, Kapitän Robert Metzler und Philip Jacobs, waren jederzeit Herr der Lage.

SV Pars: Ivkic - Bajrami (56. Kapoor), Ruslanbekov, Idrissi, Sahinler - Würtemberger, Alempic (63. El Makrini) - Onur (80. Affo), Salem, Cociu - Bari

Spvgg. 03: Saula - Bickel, Metzler, Jacobs, Ota - Hammel (46. Schellhorn), Rubic - Hochstein (86. Buschmann), Kaya (62. Uchida), Diack - Kreis

Tore: 0:1, 0:2 Bickel (6., 44.), 0:3 Kaya (45.), 1:3 Salem (68./HE)

SV Münster - SC 1960 Hanau 7:2 (2:0). „Wenn es einmal läuft, gelingt vieles, die Jungs haben das super gemacht“, freute sich Münsters Trainer Naser Selmanaj. Nach der Ampelkarte für Hanaus Ali Mahboob (14.) verschossen die Gastgeber zwar einen Handelfmeter, bogen mit zwei Toren aber dennoch bis zur Pause in die Siegerstraße ein. Bei den Gästen ging dagegen nach dem schnellen 0:3 vier Minuten nach dem Seitenwechsel nichts mehr. „Ali hat uns mit seiner Aktion den Matchplan kaputt gemacht“, deutete Hanaus Coach Savas Erinc Gesprächsbedarf mit dem Innenverteidiger an. Die zweite Gelbe Karte sah der Hanauer nach einem Handspiel bei einem Freistoß.

SV Münster: Petrinec; Seib, Ries (64. Köllhofer), Wolf, Anton Sahitolli, Butt, Hamed (59. Huther), Braun (72. Yildirim), Defigus, Arian Sahitolli, Postall

SC 1960 Hanau: Günes; Aslan, Suzuki (57. Parker), Farahat, Mahboob, Aydin, Dos Santos Ferreira, Gürsoy, Kodraliu, Makengo (58. Kadioglu), Wronski (27. Gecili)

Tore: 1:0 Arian Sahitolli (23.), 2:0 Postall (26.), 3:0 Braun (49.), 4:0, 5:0 Postall (61., 66.), 6:0 Köllhofer (75.), 6:1 Kodraliu (80.), 6:2 Gürsoy (87./FE), 7:2 Huther (88.) - Bes. Vork.: Arian Sahitolli (Münster) verschießt HE (15.) - Gelb-Rote Karte: Mahboob (14./Hanau)

JSK Rodgau - VfB Ginsheim II 1:0 (0:0). Jügesheim stand zunächst tief, dann „kam das Signal von der Mannschaft aus, dass wir früher angreifen müssen, wenn wir gewinnen wollen“, lobte JSK-Trainer Klaus Dörner. Nach dem 1:0 durch Petrit Hulaj (78.) liefen die Hausherren noch viermal alleine auf das VfB-Tor, scheiterten aber.

JSK Rodgau: Czaronek; Alperstedt, Cölsch, Köhler, Enders, Kwon, Ballesteros, Balic (78. Mensah), D. Rosa Garcia, Schmidt (85. Kunth), Hulaj (90. Militello)

Tor: 1:0 Hulaj (78.)

Germania Ober-Roden - SV der Bosnier 3:2 (1:0). „Wir hätten auch auch das 2:2 genommen“, gab Ober-Rodens Trainer Fabian Bäcker zu. Doch dann ließ der kurz zuvor eingewechselte Landing Badjie zwei Gegenspieler stehen und traf zum 3:2 (86.). Diesen Vorsprung verteidigte die Germania mit Mann und Maus und hatte somit das glücklichere Ende für sich.

Germania Ober-Roden: Weinreich; Emir, Ries, Marweg, Firat, Lehnert, J. Kantz, Falk (83. Badjie), Bromberger (71. Letellier), Cerveny (55. Günther), Bäcker

Tore: 1:0 Bäcker (19.), 1:1 Mevkic (55./FE), 1:2 Hayashi (62.), 2:2 Falk (66.), 3:2 Badjie (86.)

FFV Sportfreunde Frankfurt - TS Ober-Roden 4:2 (1:2). Die Gastgeber hatten zwar optisch mehr vom Spiel, dennoch führte Ober-Roden nach zwei Treffern von Luis Roth mit 2:0, ehe die Gastgeber kurz vor der Pause verkürzten. „Wir hatten sogar Chancen zum 3:0 oder 4:0“, meinte TSO-Trainer Bastian Neumann. Nach dem 2:2 wurden die Gäste dann zu hektisch und verloren am Ende verdient.

TS Ober-Roden: Schwaar; Dettki, Bleibdrey, Andres (75. D. Profumo), Koser, Schultheis, Zeise, Roth, M. Profumo (67. Kriegsch), Siwek, Firrantello (67. Klingenmeier)

Tore: 0:1, 0:2 Roth (2., 30.), 1:2 Rovcanin (42.), 2:2 Signorelli (70./FE), 3:2 Rovcanin (75.), 4:2 Aalaoui (81.)

SG Bornheim/GW - Germania Großkrotzenburg 7:0 (1:0). Die Germania bot eine gute erste Hälfte, hatte sogar Chancen, um in Führung zu gehen. Ein umstrittener Strafstoß bescherte Bornheim die knappe Pausenführung. Nach dem Wechsel und vier Gegentoren in zehn Minuten wehrte sich kaum noch ein Großkrotzenburger Spieler.

Germania Großkrotzenburg: Sememy; Kqiku, Menge, Alessandro, Sen, Erinc, Jimenez Perez (63. Marino), Bucma (46. Skupin), Grammel, Ferincevic (63. Ucar), Sungun

Tore: 1:0 M. Troll (24./FE), 2:0 Schwarz (49.), 3:0 Ünal (51.), 4:0 Schäfer (54.), 5:0 Eigentor Alessandro (58.), 6:0, 7:0 Camara (80., 85.)  leo

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