Amateurfußball

Verbandsliga: Doppelter Jubel in der Nachspielzeit

0:0 im Topspiel: Erik Ternay (links) bot mit der SG Nieder-Roden Kevin Knecht und den Sportfreunden Seligenstadt erfolgreich Paroli.
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0:0 im Topspiel: Erik Ternay (links) bot mit der SG Nieder-Roden Kevin Knecht und den Sportfreunden Seligenstadt erfolgreich Paroli.

Durch zwei späte Tore hat Kickers Obertshausen in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost den FC Alemannia Gedern 2:0 besiegt. Titelfavorit Sportfreunde Seligenstadt fiel nach dem 0:0 bei der SG Nieder-Roden auf Rang drei zurück. Erster bleibt die SG Rosenhöhe.

Offenbach – Die SG Rosenhöhe Offenbach bleibt in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost das Team der Stunde und thront nach einem souveränen 5:0-Sieg beim SVG Steinheim an der Tabellenspitze. Es folgen die Kickers aus Obertshausen, die im Heimspiel gegen Alemannia Gedern aber bis in die Nachspielzeit auf die entscheidenden Treffer warten mussten. Gar keine Tore schossen die Sportfreunde Seligenstadt beim 0:0 im Topspiel bei der SG Nieder-Roden. Das Team von Lars Schmidt rutschte auf Platz drei ab.

SVG Steinheim - SG Rosenhöhe Offenbach 0:5 (0:3). Seinen Einstand als Trainer des SVG Steinheim hatte sich Murat Kurtulus anders vorgestellt. SVG-Sportchef Bernd Hartmann nahm es gelassen: „Die SG Rosenhöhe hat klasse gespielt und war für uns eine Nummer zu groß.“ Schon nach 18 Minuten hatte die SGR dank Treffern von Fabian Curth, Christian Rüger und Paul Bock für klare Verhältnisse gesorgt. „Nach unseren ersten sehr guten 30 Minuten haben wir ein wenig abgebaut, waren aber nie wirklich in Gefahr“, meinte Rosenhöhe-Sprecher Tim Kleinschmidt. Rüger per verwandeltem Strafstoß und Torjäger Ronin Weber trugen sich nach der Pause noch in die Torschützenliste ein.

Steinheim: Guse - Hartmann (73. Philipp), Boateng, Blocher, Bauer, C. Busch, Özkan, Laue, Löffler, Sinan (46. Sileshi), P. Busch (23- Camara)

Rosenhöhe: Läpple - Pfitzer, Muhadzeri, Curth, Sachs (77. Harmanci), Filges, Gallus, Kraus, Bock (57. Leva), Rüger (72. Fazio), Weber

Tore: 0:1 Curth (10.), 0:2 Rüger (13.), 0:3 Bock (18.), 0:4 Rüger (67./FE), 0:5 Weber (69.)

Kickers Obertshausen - FC Alemannia Gedern 2:0 (0:0). Zwei Treffer von Francesco Lippolis in der Nachspielzeit bescherten Kickers Obertshausen den Heimsieg. Für Kickers-Trainer Marcel Dindorf war der auch verdient. „Klar ist es glücklich, wenn man die Treffer erst so spät erzielt, doch über die gesamte Spielzeit waren wir das bessere Team“, so Dindorf. In der Nachspielzeit hob Kevin Arnold den Ball geschickt über die Gästeabwehr und Lippolis schoss zum umjubelten 1:0 ein. Wenig später schloss der gleiche Spieler einen Konter noch zum 2:0-Endstand ab.

Obertshausen: Bohn - Aydin, König, Weirich, Mannhart, Lippolis, Bacher, Arnold, Bott (69. Dindorf), Davulcu (72. Prechtel), Krikser

Tore: 1:0, 2:0 Lippolis (90.+3, 90.+4)

SG Nieder-Roden - Sportfreunde Seligenstadt 0:0 (0:0). Keine Treffer gab es im mit Spannung erwarteten Topspiel. Dabei klatschte der Ball schon in der ersten Minute bei einem Schuss des Sportfreunde-Torjägers Philipp Traut an den Pfosten. Die SGN musste etliche Umstellungen vornehmen und fand zunächst nicht gut in die Partie. „In den ersten 30 Minuten hat uns Seligenstadt an die Wand gespielt“, meinte Nieder-Rodens Sportlicher Leiter Roland Gerhardt. In Abschnitt zwei veränderte sich das Bild. Die Rodgauer waren nun ebenbürtig, Seligenstadt ließ nach. Stark waren beide Abwehrreihen, die kaum noch Torchancen zuließen. „Am Ende geht das Ergebnis in Ordnung“, resümierte Gerhardt.

Nieder-Roden: Bartke - Tat, Holzschneider, Ternay (68. Jäger), Ekici, Demirtas, Friedrichs, Ermert (71. Koser), Gashi, Wagner, Schwäbe (79. Sinan)

Seligenstadt: Schneider - J. Traut, Schüßler, Friess, Lagares (46. Fleckenstein), Hofmann, Knecht, Marton (87. Strechie), Hertrich, Kayaroglu, P. Traut

VfB Offenbach - VfB Oberndorf 1:1 (0:0). Fünf Minuten vor dem Ende war Virgil Mihai scheinbar der Matchwinner für die Offenbacher. Doch dank eines Eigentores der Offenbacher kam Oberndorf in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich. Bitter für den Schützen Sayan Mazlum, der zuvor der stärkste Akteur der Lack-Truppe war. Die Offenbacher legten furios los und kamen durch Gabriel Seebald zu zwei guten Torchancen. Kurz vor der Pause hatte auf Oberndorfer Seite Matthias Stoppel mit einem Pfostentreffer Pech. Auch in Hälfte zwei ein deutliches Chancenplus für die Offenbacher, deren Fans aufstöhnten, als Ilias Mahyou den Ball nicht im leeren Tor unterbrachte. Zum Zungenschnalzen das 1:0 durch Mihai, der die Kugel genau in den Winkel setzte. „Vor dem Spiel wäre ich mit einem 1:1 zufrieden gewesen, nach dem Spielverlauf bin ich enttäuscht“, meinte VfB-Vereinschef Andreas Griesenbruch.

Offenbach: Funk - Röhl, Lang, Mahyou (88. Toptas), Seebald, Wehner, Klemenz, Gulzar (65. Mihai), Arama, Mazlum, Gumus (70. Jovanovic)

Tore: 1:0 Mihai (85.), 1:1 Eigentor Mazlum (90.+2)

Viktoria Nidda - FC Hanau 93 II 4:1 (1:0). Die Lage für die zweite Mannschaft von Hanau 93 verschärft sich. Dabei erspielten sich die stark ersatzgeschwächten Hanauer etliche Torchancen. „Wer vorne die Tore nicht macht und sich hinten Schnitzer erlaubt, der verliert solche Spiele“, analysierte HFC-Teammanager Matthias Merten. Mann des Spiels war Niddas Garik Rafaelyan, dem in der zweiten Hälfte ein Hattrick gelang. Kollektives Durchatmen herrschte im Lager des SC Viktoria Nidda, denn das 4:1 gegen Hanau 93 II bedeutete den ersten Saisonsieg.

Hanau 93 II: Erceg - Sarikaya, Bonaffini (81. Rodriguez-Alonso), Tokic, Krause, Saniyeoglu, von Jagow (70. Gashi), Singh, Azizi, Ferguson, Yalcin

Tore: 1:0 Salman (36.), 1:1 Ferguson (47.), 2:1, 3:1, 4:1 Rafaelyan (54./68./83.)

FC Bayern Alzenau II - 1. FC Langen 4:1 (2:0). Pedram Navidi war bedient. „Mit solchen Leistungen wird es schwer“, meinte der Sportchef des 1. FC Langen nach der 1:4-Niederlage bei der Hessenliga-Reserve: „Die Alzenauer waren uns in allen Belangen überlegen und haben uns vorgemacht, wie wichtig Laufbereitschaft, Einstellung und Zweikampfführung sind.“ Mit zwei Abwehrfehlern luden die Gäste das Team von Trainer Robert Schick zur 2:0-Halbzeitführung ein. Nach einer Stunde legte Maik Felchle für Alzenau II nach. Bezeichnend: Der 3:1-Anschlusstreffer von Fabio Mola (71.) resultierte aus der ersten Torchance der Gäste.

Langen: Wetzel - Aouraghe, Frank, Max Werner, Kirnig, Mouhaman (46. Mancuacoa), Marinovic, Boskovic, Arat (64. Navidi), Seibel, Schmidt (64. Mola)

Tore: 1:0, 2:0 Krützmann (12., 42.), 3:0 Felchle (61.), 3:1 Mola (71.), 4:1 Moussa (83.)

Germania Klein-Krotzenburg - SG Marköbel 3:2 (1:1). Marköbel ging in diesem umkämpften Spiel in der achten Minute in Führung, kassierte dann aber in der 44. Minute das erste Gegentor dieser Saison durch Filippo Serra. In der 58. Minute brachte Marc Bergmann die gastgebende Elf von Trainer Mustafa Fil mit 2:1 in Führung. Marköbels Can Kayalar glich noch einmal aus (79.). „Jetzt hätte das Spiel auch komplett kippen können“, gab Germania-Sprecher Ralf Walter zu. Tat es aber nicht. Im Gegenteil: Nach einem Foul an Robin Walter gab es einen berechtigten Strafstoß, den Sebastian Schuschkleb zum 3:2-Siegtreffer verwandelte (86.). „Unter dem Strich war das verdient“, fand Walter.

Klein-Krotzenburg: Aschenbach - Schösser, Topcagic (37. Schultz), Scheel, Walter, Schuschkleb, Naouassi, Bergmann (84. Seker), Eckert, Kohnke, Serra (70. Iantorno)

Tore: 0:1 Clauss (8.), 1:1 Serra (41.), 2:1 Bergmann (58.), 2:2 Kayalar (79.), 3:2 Schuschkleb (86./FE) - Gelb-Rot: Stötzer (Marköbel, 90.+5)

Türk Gücü Hanau - FC Gelnhausen 0:0. Dass es auf der Rudi-Völler-Sportanlage keine Tore zu bejubeln gab, lag an den herausragenden Torhüter-Leistungen. Sowohl Burak Tok (Türk Gücü) als auch Gelnhausens Christian Kühn hatten einen „Sahnetag“ erwischt. „Eigentlich hatten wir den Sieg eingeplant“, meinte Türk Gücüs Pressewart Adem Arslan. Onur Bulut und Mustafa El Aadmi ließen die besten Möglichkeiten für das Team von Coach Bayram Tunc aus. Auch Gelnhausen wollte den Sieg und erarbeitete sich gute Chancen. Die letzten zehn Minuten durfte der GFC sogar in Überzahl agieren, da Hanaus Kerem Yücel verletzt raus musste und die Gastgeber ihr Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatten. Kurz vor Schluss standen dann sogar nur neun Hanauer auf dem Feld, da der eingewechselte Cengiz Avan Gelb-Rot gesehen hatte.

Türk Gücü: Tok - Ertugrul (67. Avan), Nuri (76. Mustafa), Yücel, Cimen, Korkmaz, Kücükalgül, Kurt (67. Katilmis), El Aadmi, Bulut, Arslan

Gelb-Rot: Avan (Hanau, 87.)  fs

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