Verbandsliga Süd

Kickers blicken ans Ende

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Wieder in der Spur: Amdom Ghebru (links) hat mit der Spvgg. 03 Neu-Isenburg zweimal in Folge gewonnen und sich von den Abstiegsplätzen entfernt.

Offenbach - Die Fußballer von Kickers Obertshausen stecken in der Krise. Vor dem zehnten Spieltag der Verbandsliga Süd richtet sich der Blick von Trainer Roland Gerhardt langsam nach unten.

Der Spitzenreiter aus Seligenstadt hat da ganz andere Probleme: Er sollte den Gegner nicht unterschätzen.

TS Ober-Roden - Usinger TSG (morgen, 14.30 Uhr)

In der Vorwoche kassierte Ober-Roden beim 2:3 in Seligenstadt die erste Saisonpleite. „Das ist längst vergessen“, sagt TS-Trainer Zivojin Juskic voller Selbstvertrauen. Seine Mannschaft werde sich von der Niederlage nicht zurückwerfen lassen. „Wir wollen unser Spiel weiter durchziehen, mit viel Tempo und Laufbereitschaft“, sagt Juskic vor dem Heimspiel gegen den Fünften aus Usingen. Die Gäste sind in ihrem Spiel deutlich behäbiger als die TS, haben dafür aber einen erfahrenen Stürmer. Marcel Kopp erzielte in dieser Saison schon sieben Tore. „Sie haben eine gewisse Stärke, da müssen wir mit Respekt rangehen“, meint Juskic, dem Robin Schnitzer nach überstandener Verletzung wieder zur Verfügung steht.

SG Bruchköbel - Sportfreunde Seligenstadt (So., 15 Uhr)

In Seligenstadt gibt es keinen Grund sich zu beschweren. Fünf Spiele in Folge gewonnen, Tabellenführer. Nur Sportfreunde-Trainer Klaus Reusing will dabei nicht ganz mitmachen: „Im Fußball geht es so schnell. Ich würde die Sache nicht unterschätzen, sonst lassen wir Punkte liegen.“

Die Hausherren stehen mit 15 Punkten etwas überraschend auf dem vierten Rang. Reusing sieht den Grund vor allem in Bruchköbels Trainer Thorsten Peters, den er aus gemeinsamen Zeiten bei Bayern Alzenau bestens kennt. Peters hütete im Team von Trainer Reusing das Tor. „Wir kennen uns, gehen ab und an mal zusammen essen. Thorsten hat seine Spieler dazu gebracht, dass sie ständig marschieren und mit einer guten Einstellung in die Spiele gehen.“ In der Defensive habe die SG mit dem ehemaligen Seligenstädter Marko Corlija und Uwe Schnobl zwei erfahrene Spieler, vorne seien die beweglichen Stürmer Ugur Erdogan und Mohamad Gassem schwer zu fassen. „Bruchköbel steht nicht umsonst oben“, wiederholt Reusing seine Warnung.

Seligenstadts Rechtsverteidiger Jan Hertrich ist auf Klassenfahrt, für ihn stehen in Serkan Bayin, Kai Althaus und Sascha Ries mehrere Alternativen bereit.

Kickers Obertshausen - FC Fürth (So., 15 Uhr)

Bislang spielen die Kickers eine enttäuschende Saison. Platz elf mit elf Punkten können nicht der Anspruch des letztjährigen Zweiten sein. Trainer Roland Gerhadt weiß um die schwierige Situation: „Wir müssen endlich gewinnen. Sonst rutscht man ganz schnell auch unten rein.“ Als bestes Beispiel kann der aktuelle Spitzenreiter aus Seligenstadt herhalten. Im vergangenen Herbst standen die Sportfreunde auf einem Abstiegsplatz und bekamen erst durch den Trainerwechsel zu Klaus Reusing die Kurve. So weit ist es bei den Kickers noch nicht. Dennoch sei die Stimmung natürlich alles andere als gut. „Wir dürfen keine Punkte mehr herschenken“, sagt Gerhardt. Zumal in der nächsten Woche Seligenstadt wartet.

Gegen den Aufsteiger aus dem Odenwald kehrt Stürmer Christian Fischer zurück.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - FC Alsbach (So., 15 Uhr)

Mit zwei Siegen in Folge haben sich die Neu-Isenburger gefangen. „Wir stehen kompakter“, erklärt Trainer Peter Hoffmann das Erfolgsrezept. Bei den beiden 3:0-Erfolgen über Darmstadt und Wald-Michelbach kassierte die Spielvereinigung kein Gegentor. „Wir wollen natürlich da weitermachen, wo wir aufgehört haben“, meint Hoffmann, „Alsbach ist aber eine starke Mannschaft, gegen die es ziemlich schwer wird.“

Die reinen Zahlen belegen Hoffmanns Einschätzung nicht. Die Gäste holten in dieser Saison auf fremdem Platz noch keinen Punkt. Auch in der Tabelle liegt der FCA einen Platz hinter den 03ern zurück. „Davon dürfen wir uns nicht blenden lassen. Alsbach müsste vom Personal her eigentlich oben mitspielen“, sagt Hoffmann.

Spvgg. 05 Oberrad - SC Dortelweil (So., 15 Uhr)

Nachdem Oberrad in der Vorwoche starke Bensheimer besiegte, steht nun eine vermeintlich leichte Aufgabe bevor. Der Aufsteiger aus Dortelweil ist mit nur sechs Punkten Vorletzter. „Es ist Kopfsache“, sagt Oberrads Trainer Mustafa Fil. Natürlich sei gegen Dortelweil etwas möglich, „aber nur, wenn wir an unsere Leistung anknüpfen.“ Über den Gegner hat Fil keine Informationen und will sich deshalb ganz auf seine eigene Elf konzentrieren. „Ich habe im Training den Druck rausgenommen. Wir müssen mit Spaß an die Sache rangehen, dann sind wir auch erfolgreich.“

Fils Bruder Murat, der im defensiven Mittelfeld für Ordnung sorgt, fällt die nächsten vier Wochen wegen einer Leistenverletzung aus.

SG Anspach - TGS Jügesheim (So., 15 Uhr)

Auf dem alten Kunstrasen in Anspach, der äußerst klein ist, sieht Jügesheims Trainer Marko Stanic die Hausherren im Vorteil: „Sie kennen den Platz und haben ihr Spiel an die Verhältnisse angepasst.“ Es sei wichtig, diszipliniert in die Partie zu gehen und erst einmal die eigene Defensive zu stärken. „Die Null halten und auf unsere Chance warten“, schildert Stanic den TGS-Plan. In der Schlussphase habe seine Mannschaft ihre Stärken. „Da können wir immer zulegen“, meint Stanic. Jügesheim hat zuletzt vier Spiele in Folge nicht verloren, Anspach steht auf einem Abstiegsplatz. 

dani

Quelle: op-online.de

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