Spitzenreiter Neu-Isenburg verpasst großen Schritt zum Titel

Verbandsliga Süd: 03er vergeben Steilvorlage gegen Fehlheim 

Offenbach - Die Top drei der Fußball-Verbandsliga Süd haben allesamt gepatzt. Während der Tabellenzweite Ginsheim bereits am Mittwochabend mit 1:2 in Bad Homburg verlor, konnten sowohl der FV Bad Vilbel (3.) als auch Spitzenreiter Spvgg. 03 Neu-Isenburg diese Steilvorlage nicht verwerten.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - VfR Fehlheim 0:2 (0:0)

Mit einem Heimsieg hätte die Spielvereinigung einen großen, wenn nicht den entscheidenden, Schritt zum Titel machen können. Dies schien die Elf von Trainer Peter Hoffmann zu lähmen. Gegen den gut organisierten Abstiegskandidaten hatten die 03ern zwar ein optisches Übergewicht, Möglichkeiten spielten sie sich aber kaum heraus. „Im ganzen Spiel hatten wir zwei halbe Chancen“, sagte 03er-Sprecher Detlef Uecker, „Fehlheim kam dagegen auf drei oder vier klare Dinger.“ Eine dieser Chancen nutzten die Gäste in der 72. Minute. Nach einem Angriff über die rechte Neu-Isenburger Seite wurde der Ball in die Mitte gebracht, wo Artur Reinhard aus spitzem Winkel unhaltbar traf. In der Schlussphase warfen die Hausherren zwar alles nach vorne, für den Ausgleich reichte es aber nicht. Fehlheim erhöhte durch Christoph Geiss auf 2:0. „Das Ergebnis ist verdient, wir waren einfach nicht gut“, sagte Uecker. Der Vorsprung auf Rang zwei beträgt weiter einen Punkt.

Neu-Isenburg: Kacarevic; Nedwied (74. Rhein), Betz, Weiland, Albert, Horn, Sachs, Buschmann, Günther, Tariq (68. Seith), Atzberger

Tore: 0:1 Reinhardt (72.), 0:2 Geiss (86.)

Bilder: Kreispokalhalbfinale 03 Neu-Isenburg - SC Hessen Dreieich 

Spvgg. 05 Oberrad - FC Kalbach 3:2 (2:1)

Nach dem zweiten Sieg in Folge ist der Klassenerhalt für Oberrad plötzlich wieder in Reichweite. Auf den ersten Nichtabstiegsplatz haben die 05er nach dem knappen Heimsieg nur drei Punkte Rückstand. „Knapp und verdient“, nannte Oberrads Spielertrainer das 3:2 über Kalbach. Verdient deshalb, weil die 05er sich viele Chancen erspielten. Und knapp, weil das entscheidende Tor erst in der nachspielzeit fiel. Todi Vasilev schob den Ball nach einer Ablage an den Strafraum ein.

Oberrad: Dragun; Plavsa, Becker, Hien, Tewelde, Parmaksiz, Vasilev, Matijevic (86. Coric), Best, El Houssaini (90. Guida), Di Gregorio

Tore: 1:0 Best (23.), 2:0 Eigentor Kalbach (40.), 2:1 Kister (45.), 2:2 Wille (69.), 3:2 Vasilev (90.+3)

Germania Großkrotzenburg - SC 1960 Hanau 1:3 (1:2)

Ein hartes Stück Arbeit war der Hanauer Sieg beim abgeschlagenen Schlusslicht. Erst fünf Minuten vor dem Abpfiff machte Georgi Pirinashvili mit seinem Kontertor zum 3:1 alles klar. Zuvor waren die Gäste zwar die spielbestimmende Elf, vor allem im zweiten Durchgang kam die Germania aber auch zu Chancen. So trudelte der Ball in der 84. Minute beim Stand von 1:2 aus Sicht der Hausherren nur knapp am Hanauer Tor vorbei. Der SC 1960 hatte eine frühere Entscheidung in den ersten 45 Minuten verpasst, als Semih Aydilek (10.) und Kaan Köksal (25./Elfmeter) zwar trafen, die spielerische Überlegenheit aber in zu wenige Tore umgemünzt wurde. Kurz vor der Pause kam Großkrotzenburch durch Sebastian Maicher gar zum glücklichen Anschlusstreffer. Letztlich reichte die Qualität der Germania aber nicht, um Hanau Punkte abzunehmen. (dani)

Hanau: Ersöz; Pajic, Usta, Takahashi, Dauber, Köksal, Tesfaldet (35. Pirinashvili), Yildiz, Mahboob, Okutan (46. Grammel), Aydilek

Tore: 0:1 Aydilek (10.), 0:2 Köksal (25./FE), 1:2 Maicher (40.), 1:3 Pirinashvili (85.)

Quelle: op-online.de

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