Verbandsliga Süd: Urberacher Torjäger erzielt in der Nachspielzeit das 2:1 

Viktoria Urberach gewinnt Derby gegen Germania Ober-Roden

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Patryk Czerwinski (links) war neben Doppeltorschütze Tim Kalzu der entscheidende Mann für Viktoria Urberach. Im Derby gegen Germania Ober-Roden um Daniel Souto (rechts) bereitete Flügelspieler Czerwinski beide Urberacher Treffer beim 2:1-Sieg vor.

Offenbach -  Viktoria Urberach entschied das Rödermark-Derby in der Fußball-Verbandsliga Süd gegen Germania Ober-Roden mit 2:1 für sich.

Entscheidenden Anteil daran hatten Doppel-Torschütze Tim Kalzu und sein zweifacher Vorlagengeber Patryk Czerwinski. Dagegen unterlagen Hanau 93 und die TS Ober-Roden jeweils gegen Titelanwärter. 
Abseits des Rasens entschied das Sportgericht, die am ersten Spieltag abgesagte Partie zwischen Sandzak Frankfurt und dem FC Bensheim mit 3:0 für die Odenwälder zu werten. Grund: Auf dem Gelände der Hausherren waren die Kabinen wegen Bauarbeiten nicht zugänglich. Dies teilte der Aufsteiger dem Klassenleiter erst einen Tag vor der Partie mit. Sandzak muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro bezahlen. Die Frankfurter legten Rechtsmittel ein.

Viktoria Urberach - Germania Ober-Roden 2:1 (1:1) Das ansonsten zähe Derby wurde vor rund 450 Zuschauern in der Schlussphase noch einmal turbulent. Erst verpasste die Germania beim Stand von 1:1 die Führung, als der Versuch von Angreifer Marco Christophori-Como gerade noch von Umut Toprak geblockt wurde (87.). Dann traf Tim Kalzu in der dritten Minute der Nachspielzeit für die Viktoria zum Sieg. Nach einem hohen Ball hatte Urberachs Youssef Mokhtari das Kopfballduell gewonnen und das Spielgerät zu Patryk Czerwinski befördert. Dieser passte wie schon vor dem 1:0 quer auf Kalzu, der nur noch einschieben musste. Es war bereits das vierte Saisontor im zweiten Spiel vom Zugang der SG Egelsbach. „Er weiß einfach, wo das Tor steht“, sagte Urberachs Co-Trainer Marco Saul, der wegen der beruflichen Abwesenheit von Jochen Dewitz gestern das Sagen hatte. „Es war ein mäßiges Spiel mit dem glücklicheren Ende für uns. Bei Ober-Rodens Chance in der Schlussphase hätte es auch anders laufen können“, gestand Saul, der über 90 Minuten gesehen aber leichte Feldvorteile bei seiner Elf ausmachte. Dies bestätigte auch Daniel Hoffstadt, Teammanger der Germania: „Urberach war mehr am Ball, Chancen hatten aber beide Seiten kaum. Es war wenig Tempo drin, insgesamt ein durchwachsenes Derby.“

Nach dem 1:0 von Kalzu in der 32. Minute hatte die Germania schnell ausgleichen können. Mohammed Hakimi traf nur drei Minuten später. In der 68. Minute schwächten sich die Ober-Rodener selbst, als Fabian Friess wegen eines Handspiels die Gelb-Rote-Karte sah. „Die Überzahl haben wir aber lange Zeit nicht gut ausgespielt“, meinte Saul „und am Ende hatten wir dann das nötige Glück.“

Urberach: Weinreich - Schneider, Gecili, Scheel, Toprak - Sariano, Serra - Czerwinski, Mokthari, Benhima (70. Hamed) - Kalzu

Ober-Roden: Kahl - Marwig, Nessen, Friess, Lehnert, Souto (67. Gruber) - Özgün (82. Mensinger) - Palacios Hernandez, Hakimi (88. Firat) - Bäcker, Christophori-Como

Tore: 1:0 Kalzu (32.), 1:1 Hakimi (35.), 2:1 Kalzu (90.+3) - Gelb-Rot: Friess (68./Ober-Roden)

Bilder: Viktoria gewinnt Rödermark-Derby

TS Ober-Roden - FV Bad Vilbel 0:2 (0:1)

Die Turnerschaft hat sich für eine gute Leistung nicht belohnt. Gegen den neuen Tabellenführer aus Bad Vilbel hielten die Gastgeber mehr als ordentlich mit und waren vor allem in der ersten Hälfte die bessere Elf. Cengiz Veisoglu und Dejan Djordjevic ließen jedoch beste Möglichkeiten liegen. „Wir müssen eigentlich in Führung gehen, kassieren dann aber kurz vor der Pause mit viel Pech den Gegentreffer“, sagte TS-Trainer Daniel Nister. Pech deshalb, weil das 0:1 aus einem zweifelhaften Foulelfmeter resultierte. Bei einem Kopfballduell sah die Schiedsrichterin einen leichten Rempler und ahndete das Vergehen. „In der zweiten Hälfte hat Bad Vilbel tiefer gestanden und uns das Leben schwer gemacht. Da hat man schon gesehen, wie abgezockt sie sind“, sagte Nister, dessen Elf sich zwar bemühte, nun aber nicht mehr die allergrößte Durchschlagskraft entwickelte. Mit dem 0:2 in der 73. Minute, vor dem TS-Verteidiger Max Hesse einen hohen Ball unterlaufen hatte, war die Partie entschieden. „Wir haben gegen einen Meisteranwärter ein Spiel auf Augenhöhe gezeigt“, so Nister, „darauf können wir aufbauen.“

Ober-Roden:  Gkogkos - Kriegsch, Wolf, Hesse, Schwab - Schöppner (80. Kazimi), Henkel, Klinger - D. Djordjevic (75. Blahut), Veisoglu, Schaub (57. Suljic)

Tore:  0:1 Z. Djordjevic (40./FE), 0:2 Knell (73.)

Unentschieden zwischen Hanau 93 und Germania Ober-Roden: Bilder

Hanau 93 - RW Darmstadt 0:5 (0:2)

Der Hessenliga-Absteiger aus Darmstadt war über 90 Minuten schlichtweg zu stark für die Hanauer. Zwar hielt der Aufsteiger in den ersten 45 Minuten gut mit und hatte nach der Gästeführung in der 24. Minute durch Christian Fischer und Patrick Gischewski mehrere Einschussmöglichkeiten, letztlich waren die Gäste aber wesentlich effektiver. Christopher Nguyen erhöhte mit seinem zweiten Treffer des Tages bei einem Konter kurz vor der Pause auf 2:0 – die Vorentscheidung. „In der ersten Hälfte war einiges drin, da waren wir gut im Spiel“, sagte Hanaus Sprecher Hans Jung, „nach dem Seitenwechsel war es aber leider eine klare Angelegenheit für Darmstadt.“ Alvano Kroeh (2) und Maurice Götz erhöhten zum 5:0-Endstand, die Hanauer hatten im zweiten Durchgang keine echte Torchance mehr.

Hanau: Westenberger - Ries, Cimen, Muratoglu, Jakicevic (79. Rafaat) - Boos (57. Kromm), Ünal, Gischewski - Fischer, Damar, Bicakci (57. Gogol)

Tore: 0:1 Nguyen (24.), 0:2 Nguyen (43.), 0:3 Kroeh (52.), 0:4 Götz (65.), 0:5 Kroeh (79.) (dani)

Quelle: op-online.de

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