Amateurfußball

Verbandsliga: SV Pars gleicht mit neun Mann noch aus

Laufduell in Münster. Tareq Hamed (links) vom SV setzt sich gegen Rimon Beyene vom SV Pars durch. Die Neu-Isenburger erkämpften in Unterzahl dennoch einen Punkt.
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Laufduell in Münster. Tareq Hamed (links) vom SV setzt sich gegen Rimon Beyene vom SV Pars durch. Die Neu-Isenburger erkämpften in Unterzahl dennoch einen Punkt.

In „doppelter“ Unterzahl hat der SV Pars Neu-Isenburg in der Fußball-Verbandsliga noch ein 1:1 beim SV Münster erreicht. Die TS Ober-Roden triumphierte beim SC 1960 Hanau mit 5:1. Der FC Germania Ober-Roden gewinnt 7:4

Offenbach – Mit einem überzeugenden 6:2-Sieg bei der Spvgg. 05 Oberrad stürmte die SG Bornheim/GW wieder an die Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Süd. Die Bornheimer profitierten dabei von der Spielabsetzung in Darmstadt (gegen Spitzenreiter SV Unter-Flockenbach) und der 0:3-Niederlage des JSK Rodgau in Wald-Michelbach. Der Tabellenvierte SC 1960 Hanau ging ebenfalls leer aus, kassierte gegen die abstiegsgefährdete TS Ober-Roden eine 1:5-Pleite. Enttäuschung auch beim SV Münster, der beim 1:1 gegen den SV Pars Neu-Isenburg gegen neun Mann noch den Ausgleich kassierte. Ein Torspektakel boten beim 7:4 Germania Ober-Roden und Germania Großkrotzenburg.

Einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt musste die SG VfR/Dersim Rüsselsheim hinnehmen. Aufgrund der Vorfälle während und nach der Partie gegen die Spvgg. 03 Neu-Isenburg (0:2 am 24. Oktober), als Zuschauer das Schiedsrichtergespann beleidigten und sogar die Polizei anrückte, bekamen die Opelstädter, die als Wiederholungstäter gelten, durch das Sportgericht sechs Punkte abgezogen, wollen aber gegen das Urteil Berufung einlegen.

Eintracht Wald-Michelbach - JSK Rodgau 3:0 (1:0). Weil Cheftrainer Klaus Dörner krankheitsbedingt ausfiel, coachte Co-Trainer Joseph Thompson den Tabellenzweiten. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wider“, meinte Jügesheims Sportlicher Leiter Andreas Humbert, „das Spiel hätten wir nicht verlieren müssen. Die Niederlage ist auf jeden Fall zu hoch.“ In der insgesamt ausgeglichenen ersten Hälfte gingen die Gastgeber sieben Minuten vor dem Pausenpfiff in Führung. Nach dem Seitenwechsel stellte der JSK um, der eingewechselte Petrit Hulaj sorgte für viel Betrieb und vergab eine Großchance, als Eintracht-Torhüter Marvin Gärtner seinen Lupfer nach tollem Pass von Max Enders mit den Fingerspitzen noch entscheidend ablenkte. „Da hatten wir insgesamt drei Riesenchancen“, meinte Humbert. Die blieben zu Beginn des zweiten Abschnitts jedoch ungenutzt. Besser machten es die Gastgeber, die zwar ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit vergaben, dann aber nach 66 Minuten mit dem 2:0 für die Vorentscheidung sorgten.

JSK Rodgau: Czaronek - D. Rosa Garcia, Alperstedt, Köhler, Kunth (50. Hulaj), Schmidt, Kwon, Fakic, Enders, Freitag, Konstantinidis

Tore: 1:0 Halblaub (38.), 2:0 Schwinn (66.), 3:0 Cermjani (88.)

SC 1960 Hanau - TS Ober-Roden 1:5 (1:2). „In der ersten Hälfte hatten wir viele Chancen, da nehme ich die Mannschaft in Schutz. Nach der Pause haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht. Mit der zweiten Hälfte war ich überhaupt nicht zufrieden“, sagte Hanaus Trainer Savas Erinc. Umso mehr strahlte Ober-Rodens Coach Bastian Neumann: „Wie in den vergangenen Wochen auch sind wir super in die Partie gekommen. Dass wir nicht im Stadion gespielt haben, kam uns sicher entgegen. In fünf, sechs Aktionen haben wir noch den Fuß dazwischen bekommen, dieses Glück braucht man einfach. Und dann haben wir die Räume sehr gut genutzt.“ So bogen die Gäste nach der Pause auf die Siegerstraße ein.

Hanau: Günes; Suzuki, Farahat (46. Aygül), Gültekin, Aslan, Aydin, Bicakci (57. Makengo), Parker (70. Kadioglu), Dos Santos Ferreira, Kodraliu, Gürsoy

TS Ober-Roden: Schwaar; Dettki, Strauß, Henkel, Zeise, Fekade, Yildirim, Bleibdrey (77. M. Profumo), Klingenmeier (90. Bagatur), Siwek (79. Schnellbacher), Schultheis

Tore: 0:1 Strauß (3.), 1:1 Parker (31.), 1:2 Siwek (45.), 1:3, 1:4 Klingenmeier (69., 78.), 1:5 Henkel (90.)

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - Rot-Weiss Frankfurt 2:1 (2:0). Nach einer bärenstarken ersten Hälfte führten die 03er verdient mit 2:0, „wir hätten auch auf 3:0 oder 4:0 stellen können“, meinte Isenburgs Trainer Nick Janovsky. Nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn verhinderte 03-Schlussmann Nemanja Saula mit einer Glanztat den Anschlusstreffer, kurz darauf schossen die Rot-Weissen aus aussichtsreicher Position über das Tor. Dann aber gelang Frankfurt doch noch der Anschlusstreffer (58.). „Wir haben in der zweiten Hälfte das Fußballspielen fast komplett eingestellt“, sagte Janovsky. Mit der Einwechslung von Filip Rubic (68.) als zusätzlichen Sechser gewannen die Gastgeber mehr Stabilität und freuten sich am Ende über einen „glücklichen Sieg“, gab Janovsky zu.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Saula; Bickel, Metzler, Jacobs, Ota, Hammel (87. Fustero), Persch, Uchida, Kaya (68. Rubic), Diack, Kreis (58. Hochstein)

Tore: 1:0 Hammel (4.), 2:0 Kaya (34./FE), 2:1 Kurt (58.)

Germania Ober-Roden - Germania Großkrotzenburg 7:4 (5:2). Mit frühem Pressing provozierte Ober-Roden die Fehler der Gäste und vergab bereits nach wenigen Sekunden eine sehr gute Torchance. Das 1:0 ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Mit den 3:2 in der 43. Minute weckte Volkan Sungun nochmals die Hoffnung im Großkrotzenburger Lager. Doch statt den knappen Rückstand mit in die Pause zu nehmen, kassierten die Gäste in den verbleibenden 120 Sekunden noch zwei Gegentreffer.

Nachdem Ober-Roden nur sechs Minuten nach dem Seitenwechsel auf 6:2 erhöht hatte, schien die Partie gelaufen. Mit einem Doppelpack binnen fünf Minuten brachte Sungun das Schlusslicht aber nochmals auf 6:4 heran. Und weil sich Ober-Rodens Sebastian Marweg die Rote Karte eingehandelt hatte (77.) wurde es in den letzten zehn Minuten tatsächlich nochmals spannend, ehe Colin Frank auf 7:4 erhöhte. „Angesichts unserer Überlegenheit hätte ich mir ein wenig mehr Ruhe gewünscht“, meinte Ober-Rodens Trainer Fabian Bäcker. Großkrotzenburgs Coach Christos Tsifnas sagte: „Das ist bitter, nach so einem Spiel ist die Moral am Boden.“

Germania Ober-Roden: Weinreich; Emir (46. Geyer), Ries, Marweg, Schulte (82. Stemann), Lehnert, Letellier, Firat, P. Czerwinski (65. Karadag), Dapp, Falk

Großkrotzenburg: Ott; Menge, Pock (24. Kraut), Kqiku (65. Günther), Sen, Khederzadeh, Ille (75. Fuchs), Jimenez Perez, Erinc, Sungun, Ennin

Tore: 1:0 Czerwinski (7./FE), 2:0 Schulte (30.), 2:1 Ille (17.), 3:1 Czerwinski (30.), 3:2 Sungun (43.), 4:2 Firat (44.), 5:2 Emir (45.), 6:2 Falk (51.), 6:3, 6:4 Sungun (74., 79.), 7:4 Falk (86.) - Rot: Marweg (77./Ober-Roden, Foulspiel)

SV Münster - SV Pars Neu-Isenburg 1:1 (0:0). In der sechsten Minute der Nachspielzeit wurde es noch einmal dramatisch: Pars-Torhüter Aykut Bayar sah nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums die Rote Karte. Feldspieler Efkan Erdem ging ins Tor, den fälligen Freistoß schoss Münsters Talmiz Butt an die Latte, dann war die Partie beendet.

„Das waren zwei verlorene Punkte“, war Münsters Trainer Naser Selmanaj enttäuscht, nachdem seine Mannen gegen neun Isenburger noch den Ausgleich kassierten. Pars-Spielertrainer Dejan Alempic sagte: „Natürlich freuen wir uns über den Punkt, aber eigentlich müssen wir sogar noch gewinnen.“ In der ersten Hälfte klärten die Gäste einmal auf der Linie (11.), dann rettete Torwart Bayar gegen Mark Braun (43.). In der 48. Minute knallte SVM-Torjäger Adrian Postall einen Freistoß an die Latte, auch Neu-Isenburgs Bilal El Makrini scheiterte nach einem Alleingang am Aluminium (51.). Nach dem 1:0 durch Adrian Sahitolli (53,) „müssen wir nachlegen“, sagte Selmanaj. Zwei Ampelkarten (62., 64.) weckte bei Neu-Isenburg nochmals alle Kräfte, die Gäste stemmten sich gegen die Niederlage und glichen durch El Makrini tatsächlich noch aus (80.).  leo

SVM: Hitzel; Seib, Anton Sahitolli, Butt, Yildirim, Hamed (80. Biskic), Huther, Defigus, Braun, Arian Sahitolli, Postall

SV Pars Neu-Isenburg: Bayar; Nassif, Jourdan, Ruslanbekov, Kapoor (77. Oki), Alempic, Puljic, Beyene (57. Sahinler), Salem, Affo (46. El Makrini), Erdem

Tore: 1:0 Arian Sahitolli (53.), 1:1 El Makrini (80.) - Rot: TW Bayar (90.+6/Handspiel außerhalb des Strafraums) - Gelb-Rot: Nassif (62.), Salem (64./alle Pars)

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