Mit 1:0 gegen FC Germania Bieber

U19 der Kickers holt Stadtmeistertitel

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Die U19 der Kickers, Stadtmeister 2018. Hinten links: Offenbachs Sportdezernent Felix Schwenke. Rechts: OFC-Vizepräsident Michael Relic.

Offenbach - Die U19 der Offenbacher Kickers hat sich am Sonntagabend den Titel des Offenbacher Fußball-Stadtmeisters in der Bürgeler Sportfabrik gesichert. Von Holger Appel

Die Auswahl von Trainer Pedro Rufino bezwang in einem spannenden Finale den Kreisoberligisten FC Germania Bieber mit 1:0. „Ich wusste natürlich, dass meine Jungs gut kicken können. Sie sind technisch stark, können prima dribbeln. Aber die Frage ist halt immer, wie sie gegen Aktive in den Zweikämpfen gegenhalten können. Aber das haben sie wirklich gut gemacht“, sagte er nach dem ersten OFC-Triumph bei diesen Stadtmeisterschaften in der Halle seit 2013.
Biebers Spielertrainer Samy Khederzadeh, am Freitag in der Vorrunde noch Torwart, am Sonntag dann Feldspieler, meinte: „Diese Niederlage im Endspiel war schon sehr ärgerlich. Wir waren zweimal in Überzahl, da muss man den Ausgleich machen. Aber wir haben das ganze Turnier ohne echten Torwart absolviert, da kann man mit Platz zwei sehr zufrieden sein.“ Am Sonntag stand für den verletzten Stammtorhüter Marc Peter in Omar Ebenhoch ein Feldspieler aus der Reserve im Tor.

Frust: Biebers Ex-Profis Christopher Reinhard (rechts) nach dem Siegtor der Kickers durch Leonidas Tiliudis.

Er musste im Finale einmal hinter sich greifen, Leonidas Tiliudis erzielte den entscheiden Treffer für die Kickers in Unterzahl. „Das Siegtor im Finale zu schießen, fühlt sich natürlich gut an, vor allem wenn man zuvor einen Neunmeter verschossen hat“, sagte Tiliudis und meinte damit das Halbfinale gegen den SV Gemaa Tempelsee (2:2 nach regulärer Spielzeit), das sein Teamkollege Max Wolf mit dem letzten verwandelten Neunmeter entschied. Tiliudis war an Gemaa-Torwart Jascha Waffender gescheitert. OFC-Torwart Nils Ellenfeld glänzte, parierte immerhin zwei Neunmeter.

Bieber hatte sich im Halbfinale gegen die DJK Sparta Bürgel mit 2:0 durchgesetzt. Christos Kagiouzis und Patrick Hofmann schossen den FC Germania in das Finale.

Das war dann richtig spannend. Bieber, angeführt von den ehemaligen Profis Kagiouzis und Christopher Reinhard, war aber nicht in der Lage, den guten OFC-Torwart Ellenfeld zu bezwingen. Den Kickers unterliefen zwei Wechselfehler, sie standen nach Zeitstrafen für kurze Zeit nur mit zwei Feldspielern und ihrem Torwart auf dem Parkett. „Da haben meine Jungs beim Wechseln die Nerven verloren, aber selbst diese Phase haben wir überstanden“, meinte Rufino und ging schnell zum Alltag über. „Jetzt können wir uns über den Titel freuen, aber am Montag beginnt wieder die Trainingsarbeit - und zwar mit fünf Einheiten pro Woche.“ Die Kickers, in der Hessenliga der A-Junioren nur auf Platz sieben, wollen sich in der Rückrunde weiter nach vorn arbeiten.

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Das hat die DJK Sparta Bürgel nicht nötig. Das Team von Trainer Bore Markovic führt die Kreisliga A, Gruppe 1, souverän an, will im Sommer endlich aufsteigen in die Kreisoberliga. Bei den Hallenkreismeisterschaften in der Vorwoche (Platz 1) und nun in der Sportfabrik gab die DJK Sparta ein gutes Bild ab, auch wenn sie im Neunmeter-Schießen um den dritten Platz dem SV Gemaa knapp unterlag. „Unser Minimalziel war die Zwischenrunde, das haben wir locker geschafft. Der Sprung in die Top Vier war absolut okay, aber Priorität hat natürlich die Punktrunde. Deshalb haben wir auch noch den einen oder anderen Stammspieler nicht dabei gehabt“, berichtete Abteilungsleiter Olaf Happel. Er sei für den Rest der Saison aber noch auf der Suche nach einem Angreifer und einem Spieler für die Außenbahn.

Insgesamt waren an den drei Turniertagen rund 2200 Besucher in die Sportfabrik gekommen, 1600 davon zahlten für ihr Ticket. Das war das zweitbeste Ergebnis in der Sportfabrik nach 2016. „Das ist ein guter Wert, damit können wir zufrieden sein“, meinte Manfred Ginder, Abteilungsleiter Sportmanagement der Stadt Offenbach.

Quelle: op-online.de

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