Ex-Profi Philipp Reuter soll als Spielmacher helfen

Verstärkung aus der Schweiz für HSG Hanau

Rodgau/Hanau - Nach den Niederlagen vom vergangenen Wochenende in der 3. Liga Ost wollen die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden und der HSG Hanau am Sonntag wieder punkten. Nieder-Roden spielt beim Aufsteiger Coburg II, Hanau erwartet Burgwedel.

HSC Coburg II - HSG Rodgau Nieder-Roden (So., 16 Uhr)

Die Rodgauer müssen die laut Vorstandssprecher Rene Marzo „eiskalte Dusche“, die 20:30-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten HC Elbflorenz, verkraften. Alexander Hauptmann, Trainer des Tabellenfünften, ist zuversichtlich, dass das beim Zehnten gelingt. „So wie Elbflorenz zurzeit spielt, ist das einfach kein Gegner, mit dem wir mithalten können. Klar, die Höhe der Niederlage ist ärgerlich. Aber in Coburg können wir gewinnen.“

Anschließend erhofft sich der Rodgauer Trainer gegen den Vorletzten Leipzig einen weiteren Sieg, ehe die Partien beim Sechsten in Springe und beim Tabellenführer Eintracht Hildesheim anstehen. Hildesheim hat von seinen 17 Spielen 15 gewonnen und nur zwei verloren; das eine überraschend in Coburg. Die HSG ist also gewarnt. Sie kann in Bestbesetzung nach Oberfranken reisen, lediglich Christian Weis ist leicht angeschlagen. Laut Marzo befinden sich die Gespräche mit den Spielern für die nächste Saison „in der Hochphase. Es sieht sehr gut aus - auch wenn wir keinen neuen Vollzug vermelden können. Wir wollen unsere Spieler halten, wir sind mit diesem Team sehr zufrieden“, sagte er.

HSG Hanau - HSG Burgwedel (So., 17 Uhr)

Trotz zuletzt drei Niederlagen in Serie sei die Stimmung gut bei den Handballern der HSG Hanau, sagt deren Trainer Patrick Beer: „Natürlich hat die Niederlage in Bad Neustadt wehgetan, weil sie unnötig war. Aber wir schauen nach vorne.“ Vorne liegt die HSG Burgwedel, der Tabellenachte (17:17 Punkte), der auswärts schon sieben Punkte geholt hat und am Sonntag in die Main-Kinzig-Halle kommt. „Die spielen eine sehr offensive 3:2:1-Deckung mit dem 1,91 Meter großen Kreisläufer Tim Zechel auf der Eins und haben in Maurice Herbold auf Halblinks einen herausragenden Torschützen“, sagt Beer, „aber die sind ein Gegner auf Augenhöhe und wir müssen einfach wieder mal gewinnen.“ Dabei hofft Beer vor allem auch auf die Fans: „Die haben uns schon so oft geholfen. Jetzt brauchen wir sie noch einmal und vielleicht nötiger denn je.“

Hilfe erhoffen sich die Hanauer zudem vom neu verpflichteten Spielmacher Philipp Reuter. Der 29-Jährige, der aus Kleinostheim stammt, spielte schon für den TV Großwallstadt in der Bundesliga, für TuSpo Obernburg in der 2. Liga und für Pfadi Winterthur in der ersten Schweizer Liga. Nach einem halben Jahr Handball-Pause und der Rückkehr ins Rhein-Main-Gebiet aus beruflichen Gründen ließ er sich zu einem Comeback bei der HSG Hanau überreden, der in Jan-Eric Ritter ein Spielmacher langfristig ausfällt. „Er ist sicher kein Messias, hat erst dreimal mit der Mannschaft trainiert. Aber er ist eine weitere Option“, sagt Beer, der noch auf das rechtzeitige Eintreffen der Spielgenehmigung hoffen muss. (app/mos)

Bilder: HSG Rodgau chancenlos gegen Elbflorenz

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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