„Es sieht ganz gut aus“

VfB Offenbach mit Peter Lack im zweiten Anlauf auf die Kreisoberliga

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Die VfB’ler Artem Minch, Roberto Manzanares und Gino Rivieccio bejubeln ein Tor von Tobias Stieglitz (rechts).

Offenbach - Der VfB Offenbach führt zur Winterpause nach 16 absolvierten Spielen die Tabelle der Fußball-Kreisliga A Offenbach Ost mit vier Punkten Vorsprung an. Trainer Peter Lack glaubt an seine Mannschaft und den Aufstieg. Von Stefan Fay

Peter Lack, sind Sie von der Entwicklung des VfB überrascht? 

Ich bin davon überrascht, wie schnell und gut wir die Zugänge integriert haben und wie wir gleich an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen konnten. Ich bin von der Leistung des Teams im ganzen Jahr 2015 begeistert.

Trotz des verpassten Aufstiegs in der Relegation im Sommer? 

Peter Lack

Ja, den kleinen Rückschlag mit dem Nichtaufstieg in der Relegation im Sommer haben wir schnell verarbeitet und blicken nun nur noch nach vorne, denn wir sind noch lange nicht am Ende und haben uns kontinuierlich verbessert. Selbst bei der einzigen Niederlage bislang gegen SKV Hainhausen waren wir die bessere Mannschaft, haben aber aus sieben hundertprozentigen Torchancen nur einen Treffer erzielt. Das war zu wenig. Danach spielten wir 0:0 gegen Nieder-Roden. Im Spiel gegen Mainflingen haben wir dann die richtige Antwort gegeben. Da wollten wir den Sieg unbedingt.

Gibt es einen Spieler, dessen Entwicklung Sie besonders beeindruckt hat? 

Da fällt mir insbesondere Gino Rivieccio ein. Er ist ein eher kleiner Spieler, der aber eine enorme Dynamik und Leidenschaft entwickelt und mit einem großen Herz spielt. Letztes Jahr hat er noch A-Jugend gespielt, aber in diesem Jahr hat er einen Riesenschritt gemacht. Ich denke nach noch einem Jahr bei uns kann er auch zwei bis drei Klassen höher spielen. Das traue ich ihm zu. Aber ich darf nicht unseren Torhüter Dennis Reuswig vergessen, der uns schon so manchen Punkt gerettet hat und eine große Qualität hat. Nebenbei ist er auch noch ein guter Fußballer und ein Riesengewinn für uns. Aber ich muss insgesamt an das ganze Team ein Riesenkompliment aussprechen.

Wie sieht es denn mit der 2. Mannschaft und der Jugend beim VfB aus? 

Die zweite Mannschaft entwickelt sich auch phantastisch, da hat Trainer Mustapha Danadi viel bewegt. Es ist wichtig, dass es nicht nur in der ersten Mannschaft stimmt. Eine A-Jugend haben wir derzeit nicht, aber wir streben eine Jugendspielgemeinschaft mit anderen Vereinen an, um auch da besser aufgestellt zu sein, um den jungen Spielern dann den Zugang zum Männerfußball zu ermöglichen.

Gibt es im Winter Veränderungen im Kader? 

Benjamin Maul wird uns wohl in Richtung SKG Rumpenheim verlassen. Fabio di Falco und Michele Hähnlein gehen zu Fortuna Offenbach. Marco Strohl spielt noch in unserer zweiten Mannschaft mit. Von TGM SV Jügesheim kommt Burak Yelken zu uns, der unsere Offensive über außen verstärken wird. Im 20 Jahre alten Divan Erkek haben wir noch einen Zugang aus Norddeutschland.

Bilder: VfB Offenbach besiegt TSV Heusenstamm im Elfmeterschießen

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Bleiben Sie denn auch nach der Saison beim VfB? 

Ich hatte zwar Anfragen von anderen Vereinen, aber ich habe hier beim VfB etwas aufgebaut und da will ich auch weitermachen. Solange es so viel Spaß macht, bleibe ich dabei.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Mannschaft den Titel holt? 

Es sieht ganz gut aus, aber das ist kein Selbstläufer. Es ist keine Selbstverständlichkeit, Spiele zu gewinnen.

Das heißt angesicht Ihrer bisher großen Dominanz? 

Wir haben in der vergangenen Saison bei Fortuna Offenbach gesehen, wie knapp es auch nach einem deutlichen Vorsprung noch werden kann. Wir denken noch nicht daran, was im Mai sein wird. Wir versuchen uns jeweils nur auf das nächste Spiel zu konzentrieren und dann zu sehen, was kommt. Wir haben keinen Druck vom Verein, den einzigen Druck, den wir haben, machen wir uns selbst.

Quelle: op-online.de

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