03er sind froh, dass Fußballpause ist

Neu-Isenburg: Vier neue Spieler nötig

Torwart Tobias Stehling (links, in einem Testspiel des FC Eschborn gegen den SV Wehen Wiesbaden) ist der erste Zugang des Hessenligisten Spvgg. 03 Neu-Isenburg. Der Ex-Seligenstädter kämpft mit Andreas Rudolf um den Platz zwischen den Pfosten.
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Torwart Tobias Stehling (links, in einem Testspiel des FC Eschborn gegen den SV Wehen Wiesbaden) ist der erste Zugang des Hessenligisten Spvgg. 03 Neu-Isenburg. Der Ex-Seligenstädter kämpft mit Andreas Rudolf um den Platz zwischen den Pfosten.

Neu-Isenburg - Nach unruhigen Wochen mit wenigen Punkten und fünf Abgängen sind die Verantwortlichen des Fußball-Hessenligisten Spvgg. 03 Neu-Isenburg froh, dass Pause ist. Trainer Peter Hoffmann und Nick Janovsky, der Sportliche Leiter, sind intensiv auf der Suche nach Zugängen. Von Holger Appel

Der Blick auf die Tabelle zum Jahreswechsel sorgt aus Neu-Isenburger Sicht für Tristesse. Die 03er sind in ihrer zweiten Saison hintereinander in der Hessenliga nach neun sieglosen Spielen in Folge (nur zwei Punkte) auf den vorletzten Rang abgerutscht. In den Verteidigern Jörn Kohl und Henrik Nedwied hat Trainer Hoffmann wie berichtet zwei Spieler aussortiert, Torwart Lazar Kacarevic, Verteidiger Mario Rhein und Mittelfeldspieler Marco Betz waren damit nicht einverstanden, schlossen sich aus Solidarität an und haben den Verein verlassen. Laut Janovsky haben sich noch keine an den fünf Abgängen interessierten Vereine bei ihm gemeldet.

Der Sportliche Leiter mag das Thema auch nicht mehr aufgreifen, ist einfach froh, „dass jetzt endlich alle zur Ruhe kommen und sich hinterfragen können“. Er gibt aber zu, dass es mit „dem aktuellen Kader schwierig wird, die Klasse zu halten“. Mit dem jetzt in Urlaub weilenden Trainer Hoffmann („Er hat weiter großen Elan und Ehrgeiz“) hat er mit möglichen Zugängen verhandelt, die beim Trainingsauftakt 2019 am 13. Januar einsteigen und zum ersten Pflichtspiel am 23. Februar bei Hessen Kassel auflaufen sollen. „Mit drei, vier Spielern sind wir in den Endzügen und hoffen, dass wir noch bis zum Ende des Jahres mit ihnen einig werden“, sagt der Sportliche Leiter. Namen nennt er – natürlich – noch nicht.

In Tobias Stehling hat er aber zumindest schon einen neuen Torhüter im Kader, der gemeinsam mit dem in den letzten beiden Partien zum Einsatz gekommenen Andreas Rudolf um die Nachfolge von Kacarevic kämpfen wird. Der 32 Jahre alte Stehling, einst Sportfreunde Seligenstadt und FC Eschborn, war die vergangenen Jahre beruflich in Berlin und ist zurückgekehrt ins Rhein-Main-Gebiet. Zuletzt stand er im Tor des Berliner Sechstligisten SFC Stern 1900.

„Wir müssen natürlich hoffen, dass der eine oder andere Zugang einschlägt“, sagt Janovsky. Und dass möglichst kein Regionalligist in die Hessenliga absteigt, denn dann müssten nur drei Hessenligisten in die Verbandsligen absteigen. Nach aktuellem Stand kämen allerdings Eintracht Stadtallendorf und der SC Hessen Dreieich in die Hessenliga runter, aus der dann die Maximalzahl von fünf Teams in die Verbandsliga absteigen müsste. „Ich rechne auf jeden Fall mit vier Absteigern“, sagt Janovsky und ergänzt: „Aber selbst wenn wir von vier Absteigern ausgehen, sind wir noch immer in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen. Wir haben noch genug Spiele, um uns zu retten.“ Genau 15, davon sieben zu Hause im Sportpark, in dem die 03er bisher die magere Bilanz von zwei Siegen, einem Unentschieden und sechs Niederlagen (13:19 Tore) aufweisen. Heimstärke sieht anderes aus.

Unentschieden zwischen SV Dreieichenhain und FC Neu-Isenburg: Fotos

„Wir waren mit vielen Kontrahenten auf Augenhöhe. Man muss allerdings zugeben, dass wir zuletzt wenig Spielglück hatten. Aber das ist völlig normal, wenn man weit unten in der Tabelle steht. Da geht der Ball halt an den Pfosten anstatt ins Tor hinein“, berichtet Janovsky und verweist auf knappe Ergebnisse wie das 0:1 gegen Schlusslicht FC Ederbergland, das 0:1 gegen Türk Gücü Friedberg oder das 1:2 gegen Viktoria Griesheim. Nur einmal, beim 0:9 Ende Oktober bei Rot-Weiß Hadamar, sei das Neu-Isenburger Team „richtig weggespielt worden. Ein Ausrutscher. So etwas“, versichert er, „wird es sicher nicht mehr geben im neuen Jahr.“ Richtig zuversichtlich klingt das aber alles noch nicht.

Testspiele der 03er:

20.1. gegen Hessen Dreieich (15.00)
27.1. gegen TS Ober-Roden (14.30)
3.2. gegen Germ. Ober-Roden (14.30)
7.2. gegen Vikt. Urberach (19.30)
10.2. gegen Ederbergland (14.30)
17.2. gegen Fulda-Lehnerz II (15.00)

Quelle: op-online.de

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