Bilanz in Verbandsliga Süd

Viktoria Urberach: In Liga angekommen

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Nils Wolf (vorn), Kapitän von Viktoria Urberach, klärt vor Mario Gotta (TS Ober-Roden). Wolf blieb der Viktoria nach dem Abstieg aus der Hessenliga erhalten.

Urberach - Es ist das eingetreten, was die Verantwortlichen des ehemaligen Hessenligisten Viktoria Urberach erwartet hatten. Die Rödermarker stecken mitten im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga Süd. Von Daniel Schmitt 

„Wir werden noch Zeit brauchen“, prophezeite Urberachs Trainer Max Martin schon vor der Saison in unserer Sonderbeilage „Anpfiff“, um nun festzustellen: „Wir haben uns die Zeit genommen, es wurde von Spiel zu Spiel besser.“

Die Viktoria startete mit einem Kader in die Spielzeit, der mit wenigen Ausnahmen die Klasse einer Verbandsligamannschaft vermissen ließ. Kaum ein Spieler hatte bereits auf diesem Niveau gespielt, entsprechend fielen die Ergebnisse aus. Die Mannschaft mauerte fast ausschließlich in der eigenen Hälfte und blieb auch bei den wenigen Kontern meist erfolglos. Doch Martin vertraute seinem Team. Er arbeitet im Training anfangs vor allem an der Defensive und ging später zum Spiel nach vorne über. „Mittlerweile haben wir auf eine Mannschaft, die mithalten kann. Defensiv sind wir verbandsliga-tauglich, offensiv müssen wir uns noch steigern“, meint der Coach, für den die Stelle in Urberach die erste als Trainer im Seniorenbereich ist.

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Mit 19 Punkten aus 19 Spielen - damit hat die Viktoria bis zu drei Partien weniger ausgetragen als die Konkurrenz - liegen die Martin-Schützlinge auf Position 15. Aktuell würde dies den Abstieg bedeuten. Doch die Verantwortlichen bleiben ihrem Motto treu. Sie bewahren Ruhe und setzen auf die positive Entwicklung der Spieler. „Die Zeit dürfte für uns spielen“, glaubt Martin. Natürlich könne es am Ende auch in die Hose gehen, „es wäre aber schon ein kleiner Erfolg, wenn wir bis zum letzten Spiel die Möglichkeit auf den Klassenerhalt haben.“

Die Bilanzen zur Spvgg. Oberrad und TS Ober-Roden lesen Sie hier.

Dass die direkten Konkurrenten aus Klein-Karben und Lindheim sich in der Winterpause deutlich verstärkt haben – Lindheim holte unter anderem die Ex-Profis Mirnes Mesic und Daniele Fiorentino – macht die Aufgabe für die Viktoria nicht leichter. Denn personell können die Rödermarker kaum nachlegen. Dem Abgang von Ergänzungsspieler Arieja Farugie (KSV Urberach) steht bislang nur ein Zugang gegenüber. Aus der A-Jugend von Kickers Offenbach kommt Außenverteidiger Tim Botschek. Die Urberacher sind gleichwohl in weiteren Gesprächen. So hätten sich laut Martin mehrere Spieler vom SC Hessen Dreieich angeboten, die nach dem Trainerwechsel von Murat Kilinc zu Thomas Epp mit der Situation in Dreieich unzufrieden seien. SC-Trainer Epp sprach jedoch mit den Spielern und überzeugte sie zum Verbleib in Dreieich. Vor allem für die offensiven Außenbahnen sucht die Viktoria nach neuen Leuten. „Finanziell können wir aber keine großen Sprünge machen“, sagt Martin.

Bilder vom Spiel zwischen Oberrad und Urberach

Spvgg. 05 Oberrad gegen Viktoria Urberach

So gilt es auch für die verbleibenden Spiele, weiter an das junge, unerfahrene Team zu glauben und im Training hart zu arbeiten. Martin macht beides. Er bietet in der kompletten Winterpause zwei freiwillige Einheiten pro Woche für seine Spieler an. „Es sind nicht immer alle da, aber insgesamt ziehen die Jungs super mit. Das wird schon“, sagt Martin.

Quelle: op-online.de

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