Fußball-Verbandsliga

Viktoria Urberach hat nur noch 16 Spieler

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Jens Wöll (rechts, hier in der vergangenen Saison noch im Trikot der SG Nieder-Roden im Duell mit Felix Jähnsch von der SG Flörsbachtal) soll bei Viktoria Urberach für die Rückrunde der Verbandsliga reaktiviert werden.

Offenbach – Ursprünglich hatten die beiden Hanauer Fußball-Verbandsligisten FC 93 und SC 1960 für heute ihre ersten Testspiele geplant, die wegen Unbespielbarkeit der Plätze allerdings ausfallen müssen. Von Patrick Leonhardt

Nun soll es am Wochenende mit den ersten Vorbereitungspartien losgehen. Bei den Vereinen der Region gab es in personeller Hinsicht einige Änderungen, am Wochenende 23./24. Februar wird erstmals wieder um Punkte gespielt (die Verbandsliga im Überblick).

FC Hanau 93

Auch wenn der Motor im Jahresendspurt etwas stotterte - bei acht Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz bleiben die 93er Meisterschaftsanwärter Nummer eins. „Natürlich wollen wir Platz eins halten. Auch wenn wir wissen, dass die zweite Saisonhälfte immer schwerer wird als die erste“, meint FC-Trainer Christoph Prümm. Mit dem dreifachen Hessenmeister Jörn Kohl (zweimal mit dem SC Hessen Dreieich, einmal mit der TGM SV Jügesheim) und Velibor Velemir (Sandzak Frankfurt) verpflichteten die Hanauer erfahrene Spieler, dazu rückte Jerome Boos von der zweiten in die erste Mannschaft auf. Verlassen haben den Klub Enrico di Natale (TSG Mainflingen) und Felix Wissel.

In der Vorbereitung sind die 93er sechsmal gefordert: in Steinheim gegen die SG Johannesberg (Sonntag, 11 Uhr), bei Germania Großkrotzenburg (Mi., 30. Januar, 19 Uhr), Türk Gücü Friedberg (Sa., 2. Februar, 15 Uhr), TSG Mainflingen (So., 3. Februar, 15 Uhr), gegen den FC Gießen II (Fr., 8. Februar, 19 Uhr) und bei der TuS Leider (So., 17. Februar, 15 Uhr). Am Samstag, 16. Februar, gastieren die 93er um 14.30 Uhr zum Achtelfinale im Hanauer Kreispokal beim Gruppenligisten Germania Niederrodenbach.

SC 1960 Hanau

Nach einer ersten Saisonhälfte mit Höhen und Tiefen wartet auf die Hanauer unter dem neuen Trainer Raduan Belaajel, der im November die Nachfolge des zurückgetretenen Antonio Abbruzzese antrat, eine spannende Restrunde. „Möglich ist alles, wichtig für uns sind die ersten vier Wochen. Wenn wir da erfolgreich spielen und Spaß haben, kann das eine große Euphorie auslösen“, blickt Belaajel voraus. Die entscheidenden Spiele gegen die 93er und Walldorf finden erst an den letzten drei Spieltagen statt, „bis dahin ist aber sicherlich die eine oder andere Entscheidung schon gefallen“, meint Belaajel, der mit seinen Mannen gestern so richtig in die Vorbereitung startete. Da das Herbert-Dröse-Stadion bis Sonntag gesperrt war, wichen die 60er in der vergangenen Woche in die Soccerhalle aus oder absolvierten Laufeinheiten.

In Markus Hofmeier (FV Bad Vilbel), Berk Kocahal (Eintracht Wald-Michelbach) und Marcel Wehner (Kickers Viktoria Mühlheim) verpflichteten die Hanauer drei neue Spieler, lediglich Defensivspieler Kevin Müller (unbekannt) und Daniel Erbe (Germania Großkrotzenburg) verließen den Tabellendritten. Die Langzeitverletzten Melih Gültekin und Tim Werner (nur vier Einsätze in der Hinrunde) stehen wieder zur Verfügung, aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen (Grippe, Erkältung) fehlen aber immer wieder einige Spieler im Training.

Insgesamt sieben Testspiele stehen auf dem Plan: Gegen Germania Großkrotzenburg (Samstag, 14 Uhr), beim VfB Offenbach (Sonntag, 18 Uhr), VfR Kesselstadt (Do., 31. Januar. 19 Uhr), Türk. SV Bad Nauheim (So., 3. Februar, 15 Uhr), Germania Dörnigheim (Sa., 9. Februar, 17 Uhr), Maroc Offenbach (So., 10. Februar, 13 Uhr) und gegen Viktoria Kahl (Sa., 16. Februar, 14 Uhr).

Germania Ober-Roden

Seit einer Woche bereiten sich die Germanen auf die zweite Saisonhälfte vor, bis auf Vassilios Porporis (FC Eddersheim) mit dem gleichen Kader wie in der Hinrunde. „Die Mannschaften sind sehr eng beisammen, aber wir sind gut aufgestellt und ich denke, dass wir weiterhin eine gute Rolle spielen“, sagt Germania-Präsident Norbert Rink. Zumal auch Marco Christophori-Como nach seiner Knieverletzung beim Tabellenfünften wieder richtig in das Training eingestiegen ist.

Am Sonntag (14.30 Uhr) testen die Ober-Rodener bei Germania Klein-Krotzenburg. Weitere Vorbereitungsspiele finden bei der Spvgg. 03 Neu-Isenburg (So., 3. Februar, 14.30 Uhr) und der KSG Georgenhausen (Mi., 6. Februar, 19.30 Uhr) statt. Ärgerlich: Nach den ersten beiden Punktspielen beim SC 1960 Hanau (24. Februar) und gegen die Sportfreunde Frankfurt (2. März) ist die Germania gleich zweimal spielfrei, ehe es wieder um Punkte geht.

Viktoria Urberach

In Loris Lang (FC Eddersheim), Elias Benhima, Josip Ivkovic (beide Spvgg. 05 Oberrad) sowie bereits während der Hinrunde Ferhat Gecili (unbekannt) verließen vier Spieler den FC Viktoria, der gestern Abend seine erste Trainingseinheit absolvierte. In Can Celayir kam ein junger Offensivspieler von der SG Rosenhöhe hinzu. Dagegen zerschlug sich die Rückholaktion von Daniel Beck, der nun doch beim Ligarivalen Rot-Weiß Walldorf bleiben muss. „Viel darf nicht passieren“, sagt Viktoria-Trainer Lars Schmidt mit Blick auf seinen kleinen Kader mit 16 Feldspielern. Sollte noch ein Neuer kommen, „muss es einfach passen“, erklärt Schmidt, der seinen Co-Trainer Jens Wöll wieder ein wenig reaktivieren will. Torhüter Navin Schürmann und Jürgen Bufi plagten zuletzt Knieprobleme, beide sollen aber in den kommenden Tagen wieder zur Mannschaft stoßen.

„Wir haben eine Reihe an Testspielen ausgemacht. Mit Blick darauf, bei 18 Mann durchzuwechseln. Das ist jetzt nicht mehr möglich“, behält sich Schmidt vor, kurzfristig den einen oder anderen Test wieder zu streichen. Wie möglicherweise die Partie beim Hessenligisten Spvgg. 03 Neu-Isenburg (7. Februar), zwei Tage vor dem Kreispokal-Spiel gegen die TS Ober-Roden. Ihr erstes Vorbereitungsspiel bestreiten die Urberacher am Samstag (15 Uhr) beim Hessenligisten Türk Gücü Friedberg. Geplant sind weiterhin Spiele bei der SG Sandbach (So., 3. Februar, 15 Uhr), SG Nieder-Roden (Di., 5. Februar, 19 Uhr), SVG Steinheim (Sa., 16. Februar, 14 Uhr) und der SG Rosenhöhe (So., 17. Februar, 15 Uhr). Da das erste Punktspiel gegen Eintracht Altwiedermus (24. Februar) ausfällt, nachdem die Büdinger ihre Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen haben, ist noch ein Test gegen den Offenbacher Kreisoberliga-Spitzenreiter Sportfreunde Seligenstadt geplant.

Mit den drei Zählern aus dem Altwiedermus-Spiel „haben wir 32 Punkte. Wir sind in Schlagdistanz auf die Mannschaften vor uns, allerdings ist auch der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nicht groß. Wir sind schnell zufrieden, wenn wir genügend Vorsprung auf die unteren Plätze haben. Vielleicht können wir die Lust auf die vorderen Plätze herauskitzeln“, sagt Schmidt. Ziel bleibt aber, so schnell wie möglich die nötigen Punkte zum Klassenerhalt zu holen.

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TS Ober-Roden

Seit Samstag bereitet sich die Turnerschaft auf die verbleibenden 14 Spiele vor. „50 Prozent der Spiele sollten wir gewinnen. Sieben Siege, das sollte zum Klassenerhalt reichen“, sagt Ober-Rodens Trainer Bastian Neumann. Nicht mehr dabei sind neben Emil Herrchen, der den Verein aus beruflichen Gründen verlassen hat, auch Marius Wertge (2. Mannschaft) und Patrick Schaub, der sich überraschend kurzfristig abgemeldet hat. In Moritz Schlögl (nach Kreuzbandriss), Thomas Barowski (Miniskus-OP im November) und Turgay Barak sind zudem drei Spieler noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Trotz der Abgänge und des kleinen Kaders „ist die personelle Situation besser als in der ersten Saisonhälfte“, sagt Neumann mit Blick auf die vielen Ausfälle im vergangenen Jahr. „Die Qualität ist unbestritten vorhanden, wir glauben an unsere Spieler.“ Neumann erwartet einen Kampf um den Klassenerhalt bis zum letzten Spieltag. Umso wichtiger waren die beiden Siege gegen die SG Bornheim/Grün-Weiß (2:0) und bei Sandzak Frankfurt (5:1) zum Abschluss des vergangenen Jahres. „Das hat gezeigt, was die Mannschaft leisten kann“, erklärt der TSO-Trainer.

Ihr erstes Testspiel bestreiten die Ober-Rodener am Sonntag (14.30 Uhr) beim Hessenligisten Spvgg. 03 Neu-Isenburg. Anschließend geht es gegen die SG Nieder-Roden (Sa., 2. Februar, 15 Uhr), bei der Spvgg. 05 Oberrad (So., 3. Februar, 14.30 Uhr) und beim SV Münster (Mi., 6. Februar, 19.30 Uhr) gegen drei Gruppenligisten, ehe am Samstag, 9. Februar, um 13.30 Uhr die Partie im Dieburger Kreispokal beim Ligarivalen Viktoria Urberach ansteht. Ihr letztes Vorbereitungsspiel bestreitet die Turnerschaft am Sonntag, 17. Februar, um 15 Uhr beim Darmstädter Gruppenligisten VfL Michelstadt.

1960 Hanau besiegt Germania Ober-Roden: Bilder

Quelle: op-online.de

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