GRUPPENLIGA: Mustafa Fil löst Stefan Lutz in Krotzenburg ab

„Vom Gefühl her eine sehr gute Verpflichtung“

Von der Hessenliga in die Gruppenliga: Mustafa Fil. F: A2

Klein-Krotzenburg – Germania Klein-Krotzenburg, Schlusslicht der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost, wagt mit dem neu verpflichteten Trainer Mustafa Fil einen sportlichen Neustart.

Der 44-jährige Offenbacher löst Stefan Lutz ab, der aus beruflichen Gründen sein Traineramt nicht über die Winterpause hinaus ausüben wollte. Dass der Abstiegskandidat einen renommierten Trainer an Land ziehen konnte, darf angesichts der mehr als prekären sportlichen Lage durchaus als Coup bezeichnet werden.

Fil führte seine beiden Ex-Vereine Spvgg. 05 Oberrad (2014) und Türk Gücü Friedberg (2018) jeweils zum Hessenliga-Aufstieg. Als Aktiver spielte Mustafa Fil für die Spvgg. 05 Oberrad mehrere Jahre in der Verbandsliga, weitere Stationen waren der VfR Kesselstadt und Germania Dörnigheim. Als Coach ist Germania Klein-Krotzenburg für Fil erst der dritte Verein. Der neue Übungsleiter steht für kontinuierliches Arbeiten und hat sich trotz anderer interessanter Anfragen bewusst für die für ihn reizvolle Aufgabe beim Gruppenligaletzten entschieden. „Mustafa Fil hat eine sehr gute sportliche Reputation. Ich kenne ihn bereits seit einigen Jahren. Vom Gefühl her ist das eine sehr gute Verpflichtung“, erklärt der Germania-Vorsitzende Roger Weih.

Mit nur neun Punkten auf der Habenseite ist die Germania im Klassement schon etwas abgeschlagen, der Abstieg in die Kreisoberliga Offenbach ein wahrscheinliches Szenario. „Ich kenne natürlich die Tabelle und weiß, dass wir für den Klassenerhalt ein Wunder brauchen, doch ich bin bereit, den Weg des Vereins mitzugehen. Das vorgelegte Konzept hat mich überzeugt“, erläutert Fil. Die Zusammenarbeit ist mindestens auf anderthalb Jahre ausgelegt. Mittelfristig will sich Germania Klein-Krotzenburg in der Gruppenliga Frankfurt Ost etablieren.

Fil ist bereits der dritte Trainer der Germania in dieser Saison. Als Nachfolger von Langzeit-Trainer Wolfgang Kaufmann begann Mirko Leuschner die Runde, gab aber noch dem verpatzten Saisonstart bald auf. Stefan Lutz sprang in die Bresche, gab dem Verein aber nur bis zur Winterpause seine Zusage. Bevorzugt hätte die Vereinsführung der Germania nach einem wahrscheinlichen Abstieg im Sommer den Schnitt vollzogen, doch in der sofort erfolgten Neuausrichtung sieht der neue Trainer auch Vorteile. „Ich habe jetzt ein halbes Jahr Zeit, die Mannschaft richtig kennenzulernen“, meint Fil, der möglicherweise künftig auf Enrico Puglisi verzichten muss, der beim Bayernligisten Viktoria Kahl im Gespräch ist.  fs

Quelle: op-online.de

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