Wenig Platz für Optimisten

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Benjamin Kampka passt auf Mark Braun (li). Gegen Schneppenhausen klappte das Zusammenspiel aber nur selten.

Dieburg (jd) ‐ Nach dem erfolgreichen Saisonstart letzten Sonntag mit dem 2:0-Sieg in Ober-Roden hatten sie beim SC Hassia Dieburg auf etwas gehofft, was in der vergangenen Runde nicht gelang: zu punkten gegen den FSV Schneppenhausen. Obwohl die Mannschaft im Sommer 2010 fast abstieg, gab es gegen den FSV zwei Niederlagen. Am Donnerstagabend kam die nächste hinzu. 

Mit 1:3 unterlag der Sportclub Schneppenhausen daheim und enttäuschte auf der ganzen Linie. Ausgenommen Torwart Sascha Krichbaum und Maurcie Fleck, boten die Dieburger eine dürftige Leistung. Wieso auch immer – das Team von Michael Motz trat nicht mit der breiten Brust auf, die ihnen nach dem ersten „Dreier“ zugestanden hätte. Stattdessen investierte Schneppenhausen deutlich mehr. Lohn war das 1:0 (20. Spielminute), das den ersten Gegentreffer für Krichbaum in der neun Saison bedeutete.

Das 2:0 für den FSV (32.) ließ nicht lange auf sich warten – bei einem Kopfball nach einer Ecke sah die Hintermannschaft der Hassia nicht gut aus. Zwei Gründe gab es, weshalb die 180 Zuschauer am Wolfgangshäuschen, die überwiegend dem Sportclub die Daumen drückten, Hoffnungen für den zweiten Abschnitt hegten: Zum Einen traf Maurice Fleck auch nach einer Ecke (37.), zum Anderen hatten die Dieburger in der letzten Viertelstunde ihre beste Phase des Spiels.

Matthias Krause wurde schmerzlich vermisst

Den Druck, den sie in dieser Phase aufbauten, erhielten die Gastgeber im zweiten Durchgang aber nicht aufrecht. Auch, weil etwa Yakut und Gerlitz einen schwarzen Tag erwischt hatten. Schmerzlich wurde Matthias Krause (Urlaub) vermisst. Kaum besser machten es die anderen Akteure: die Außen Pierre Kampka und Mark Braun brachten wenig zustande. Hinten links lief Benjamin Kampka oft dem starken Schneppenhäuser Rufino hinterher, nur Fleck und ab und zu Böttler gewannen ihre Zweikämpfe.

Fast hätte es doch zu einem Punktgewinn gereicht, aber unter anderem Pierre Kampka schlug kein Kapital aus den wenigen Unsicherheiten, die sich der bessere FSV erlaubte. Einen Konter schlossen die Gäste zur Entscheidung ab (3:1, 88.).

Gegen Walldorf Chance auf Wiedergutmachung

Unverbesserliche Optimisten mögen drei positive Aspekte gefunden haben: Mit drei Punkten hat die Hassia nach zwei Spielen mehr als in der Vorsaison. Trotz mehrmaligen Reklamierens fing man sich keine Rote Karte ein. Und die Hassia hat schon morgen (15 Uhr, bei RW Walldorf) die Chance auf Wiedergutmachung.

Die Aufstellung des SC Hassia: Sascha Krichbaum – Salvatore Miseri, Mats Böttler, Maurice Fleck, Benjamin Kampka – Pierre Kampka, Alex Gerlitz, Marcel Poth, Fatih Yakut, Mark Braun – Torsten Schnitzer (Tayfun Durmus, Micha Harbusch).

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