HANDBALL Ungeschlagene SG Hainburg kehrt nach zwei Jahren in die Bezirksoberliga zurück

„Wir sind kein Corona-Meister“

Viel zu bejubeln hatten die Handballer der SG Hainburg in dieser Saison. Hinten von links: Trainer Klaus Bastian, Daniel Kujawski, Marco Pennewitz, Uli Groß, Mark Lenz, Benedikt Kopietz, Tristen Vasquez, Dirk Etzel, Jonathan Neuß, Domenik Staab, Julian Pennewitz. Vorne von links: Tobias Schwab, Philipp Neuß, Nico Alles, Dominik Daus, Patrick Staab, Yannick Lehmann, Simon Fink. Es fehlen: Yannick Mayer, Johannes Schwab Foto: vvg

Hainstadt – Ein Profiteur des vorzeitigen Saisonabbruchs im hessischen Handball wegen der aktuellen Coronavirus-Krise sind die Handballer der SG Hainburg, die so als Tabellenführer der Bezirksliga A Offenbach-Hanau vorzeitig zum Meister wurden und sich nach zwei Jahren über die Rückkehr in die Bezirksoberliga freuen dürfen. VON STEFAN MORITZ

Bei zwei Punkten Vorsprung und noch vier ausstehenden Spielen wäre ihnen der Titel ohne den Saisonabbruch noch nicht sicher gewesen. .

„Wir sind aber kein Corona-Meister“, betont Trainer Klaus Bastian, „gegen eine solche Aussage wehre ich mich. Wir haben vom ersten Spieltag an ununterbrochen die Tabelle angeführt, sind in 16 Spielen ungeschlagen geblieben und hätten auch keines der restlichen vier Spiele verloren, da bin ich absolut überzeugt von. Allein angesichts des schier unglaublichen Kampfgeists und Glauben an die eigene Stärke in dieser Mannschaft.“

Als Beispiele führte er zwei Schlüsselspiele an: Im Hinspiel gegen den Tabellenzweiten TGS Niederrodenbach II, eine Mannschaft, „die schon Bezirksoberligaformat hat“ (Bastian), hat sein Team schon 12:18 zurückgelegen, am Ende aber noch 33:30 gewonnen. Und noch krasser war das Rückspiel: Nach 40 Minuten lagen die Hainburger 15:25 zurück, schafften dann in einer famosen Aufholjagd noch ein 34:34.

Das Abwehrverhalten inklusive Torhüterleistungen war eine ganz große Stärke der Hainburger. In ihren 16 Spielen haben die SG-Handballer insgesamt nur 333 Tore zugelassen, der mit Abstand beste Wert der Liga. Im Durchschnitt haben sie ihre Spiele 34:21 gewonnen. „Abwehr ist eine reine Willenssache. Das haben die Jungs verinnerlicht. Dabei haben wir immer je nach Gegner in wechselnden Formationen gespielt von 6:0 über 5:1 bis 3:2:1“, sagt der 63 Jahre alte Bastian, dessen Arbeit im zweiten Jahr bei der SG Hainburg mit der neunten Meisterschaft seiner Trainerkarriere belohnt wurde.

„Als ich die Mannschaft nach dem Abstieg aus der Bezirksoberliga übernommen hatte, mussten wir uns erst aneinander gewöhnen“, sagt Bastian. Nach einigen „dämlichen und naiven“ Niederlagen hat sich die Mannschaft schon in der Rückrunde der vorigen Saison deutlich gesteigert und ist nach sieben Siegen aus den letzten acht Spielen mit 26:18 Punkten auf Rang fünf gelandet. In der Sommerpause wurde der Kader durch drei Zugänge und vier Spieler aus der zweiten Mannschaft in der Breite deutlich verstärkt. Jetzt zählen 21 Spieler zum Kader, in dem auch ohne Linkshänder alle Positionen adäquat doppelt besetzt waren. Dieses Team wird nun geschlossen in die Bezirksoberliga gehen.

„Wir freuen uns sehr auf diese Liga, die wir sehr attraktiv finden“, sagt Bastian, „wir wollen so früh wie möglich den Klassenerhalt sichern und würden uns dafür auch noch über die eine oder andere Verstärkung freuen.“ Aber auch der aktuelle Kader hat ja schon gezeigt, dass er auf Bezirksoberliganiveau mithalten kann.

SG Hainburg 2019/20

Tor: Daniel Kujawski (14 Einsätze/0 Tore), Ulrich Jung (15/0), Johannes Schwab (2/0)

Rückraum links: Nico Alles (16/42), Jannik Maier (12/59), Adrian Schild (2/1)

Rückraum Mitte: Patrick Staab (16/74), Dominic Staab (13/36), Mark Lenz (10/12)

Rückraum rechts: Tristen Vazquez (14/29), Florian Stock (16/23), Benedikt Kopietz (11/42)

Linksaußen: Julian Pennewitz (14/22), Jonathan Neuß (6/27), Phlipp Neuß (3/2), Tobias Schwab (0/0)

Rechtsaußen: Simon Fink (15/41), Yannick Lehmann (15/82)

Kreis: Dirk Etzel (15/33), Marco Pennewitz (6/7), Dominik Daus (4/4)

Trainer: Klaus Bastian

Quelle: op-online.de

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