HANDBALL Drittligist HSG Rodgau rechnet mit Saisonende

„Wir sind solide aufgestellt und können das meistern“

Nieder-Roden – Der Rekord aus der Saison 2018/19 wackelte: 37:23 Punkte sammelten die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden in der vergangenen Spielzeit, belegten Platz vier.

Aktuell liegen die Rodgauer mit 31:15 Zählern auf dem dritten Platz (nach dem Rückzug der SG Nußloch wurde der 26:24-Sieg annulliert), fünf Partien sind noch zu absolvieren.

Aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus’ ruht nun der Spielbetrieb in der 3. Liga bis 19. April und soll dann fortgesetzt werden. „Mittlerweile gehen wir aber davon aus, dass gar nicht mehr gespielt wird“, sagt HSG-Sprecher René Marzo. „Mitte Mai ist das nicht mehr möglich“, verweist er auf Terminnot bei der Hallenbelegung. „Wir könnten das wahrscheinlich ermöglichen, aber ich bezweifle, dass alle Mannschaften eine Halle bekommen.“ Wenn der Coronavirus bis dahin entscheidend eingedämmt ist.

Noch halten sich die Nieder-Rodener Handballer fit. Trainer Jan Redmann hat seinen Spielern ein Trainingsprogramm für zu Hause mitgegeben. „Da ist auch viel Eigenverantwortung gefragt. Die Pause war nicht mehr fern, eigentlich haben wir uns alle darauf gefreut“, sagt Redmann.

Gymnastik und Krafttraining stehen individuell auf dem Programm - aber keine Ballarbeit. „Es ist schwer, etwas Vernünftiges zu sagen“, betont Redmann, „Es ist einfach zu hoffen, dass das Ganze glimpflich vorübergeht.“

Gedanken über die Zukunft müssen sich vor allem die HSG-Verantwortlichen machen. „Uns fehlen vier Heimspiele. Gerade gegen Hanau, Kirchzell und zum Abschluss gegen Gelnhausen wäre die Halle noch einmal richtig voll geworden“, erklärt Marzo. So fehlt den Nieder-Rodenern am Ende der Runde eine niedrige fünfstellige Summe. Nicht nur aus den Zuschauereinnahmen, sondern auch aus dem Catering. „Diese Verluste können wir verkraften, wir haben einen finanziellen Puffer aufgebaut. Die Verluste werden spürbar sein, uns aber nicht aus der Bahn werfen“, erklärt Marzo.

Viel entscheidender ist die Frage, was im Hinblick auf die kommende Saison aus den Sponsoren wird. Können sie, selbst durch die Coronakrise gebeutelt, den gleichen Aufwand betreiben wie bisher? „Es geht nicht darum, ob uns die Sponsoren weiter unterstützen wollen, sondern ob sie es noch können. Das ist aber derzeit noch überhaupt nicht abschätzbar“, sagt René Marzo. „Wir sind zum Glück solide aufgestellt und werden das meistern. Zum Glück ist die Saison schon fast vorbei.“ Eine solche Krise im Januar, so dass die komplette Rückrunde ausgefallen wäre, hätte auch die HSG Rodgau Nieder-Roden in Existenznot gebracht.   leo

Quelle: op-online.de

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