SPVGG SELIGENSTADT Dirk Vollmar übernimmt die „Blauen“ in der Kreisliga A

„Wir wollen wieder etwas aufbauen“

Jubelnde Seligenstädter. Andre Thomas freut sich über den Sieg beim Mainpokal 2018. Es folgte der Abstieg in die Kreisliga A. Foto: eyssen

Seligenstadt – Im Rückblick auf die komplette Saison hat sich der Abstieg der Spvgg. Seligenstadt aus der Fußball-Kreisoberliga Offenbach schon länger abgezeichnet. VON PATRICK LEONHARDT

Dass trotz guter Leistungen in den beiden abschließenden Partien, zunächst im Stadtderby bei Meister Sportfreunde (0:2) und zum Abschluss gegen den Tabellenzweiten 1. FC Langen (0:3), nicht mehr viel zu holen war, kam nicht überraschend, sodass die „Blauen“, bei denen in Alexander Sticher, Michael Leisegang und Mirko Leuschner drei Trainer in der abgelaufenen Saison auf der Bank saßen, ihre Planungen für die A-Liga vorzeitig intensivierten.

Und das mit Erfolg: Frühzeitig stand in Dirk Vollmar, 1999 Aufstiegsheld der Offenbacher Kickers, der neue Trainer fest. Der gebürtige Sachse trainierte bereits die TGM SV Jügesheim und den TSV Dudenhofen, den er nach dem Kreisoberliga--Abstieg 2012 übernahm und nach Platz drei im ersten Jahr 2014 zur Meisterschaft in der A-Liga und damit zurück in Kreisoberliga führte.

Der Rodgauer Klub soll Vorbild für seine Arbeit in Seligenstadt sein. „Wichtig ist, dass hier wieder etwas zusammenwächst und der Verein auch wieder die Jugend integriert. In Dudenhofen spielen die Jungs von damals heute noch zusammen. Der direkte Wiederaufstieg ist nicht das Ziel, wir wollen wieder etwas aufbauen“, sagt Vollmar, der in seiner Arbeit von Mathiyas Dursun unterstützt wird. Der spielende Co-Trainer (zuletzt Cheftrainer beim A-Ligisten SG Hainhausen) kickte bereits in Dudenhofen unter Vollmar und hatte unter Nick Janovsky auch eine Vergangenheit bei der Sportvereinigung.

Ähnlich wie Vollmar äußert sich Seligenstadts Spielausschussmitglied Steffen Muth: „Wir wollten den Umbruch und haben die Spieler gehalten, die uns dabei helfen sollen. Natürlich verlassen einige Spieler den Verein, das ist nach einem Abstieg nicht ungewöhnlich. Wir wollen oben mitspielen, dazu haben wir die Qualität. Damit es für ganz oben reicht, müssten viele Faktoren zusammenkommen. Eine echter Lauf, keine Verletzungssorgen. Aber zunächst einmal muss sich die Mannschaft einspielen“, erklärt Muth.

Für die nötige Qualität soll in Sascha Berger, Tim Kuprat und Gregor Niklarz unter anderem ein Trio sorgen, das vom Gruppenligisten SG Nieder-Roden zu den „Blauen“ wechselt. Dazu kommt in Sebastian Langer ein Allrounder vom zukünftigen Ligarivalen SG Rodgau Nord (Zusammenschluss von SG Hainhausen, TG Weiskirchen und Spvgg. Weiskirchen). Langer, der in Hainstadt wohnt, sucht nach sechs Jahren bei der SG Hainhausen in Seligenstadt nochmals eine neue Herausforderung.

Am Sonntag, 30. Juni, startet der A-Ligist mit der Vorbereitung. Ihre erste Bewährungsprobe haben die „Blauen“ beim Mainpokal, der eine Woche später bei der TSG Mainflingen beginnt. „Die Titelverteidigung ist sicher nicht unser Ziel“, schmunzelt Muth. Zumal der Endspiel-Triumph gegen Mainflingen in Froschhausen im vergangenen Jahr der Anfang vom letztlich schlechten Saisonende war. „Das sind für uns wichtige Trainingseinheiten, die Jungs müssen neue Spielideen verinnerlichen“, blickt Muth auf das zweiwöchige Turnier voraus. Damit auch in der A-Liga die Leistungen wieder stimmen.

Quelle: op-online.de

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