VERBANDSLIGA Hanau löst Germania Ober-Roden an der Tabellenspitze ab

Mit Wöll im Tor zum Remis

Großchance für Leroy Enoch Ennin von Germania Ober-Roden (Nr. 20): Torwart Andreas Rudolf erkämpfte mit den 03ern aber ein 1:1. Foto: eyßen

Offenbach – Der SC 1960 Hanau ist neuer Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga Süd. Während die Grimmstädter bei Germania Großkrotzenburg mit 5:3 die Oberhand behielten, trennten sich der seitherige Spitzenreiter Germania Ober-Roden und Verfolger Spvgg. 03 Neu-Isenburg 1:1.

Die Turnerschaft Ober-Roden kehrte nach nur einem Punkt aus vier Partien mit dem 2:1 gegen die SG Bornheim/GW in die Erfolgsspur zurück, Viktoria Urberach holte im Kampf um den Klassenerhalt mit Trainer Jens Wöll im Tor ein wichtiges 2:2 in Unter-Flockenbach. Der JSK Rodgau war spielfrei.

Germania Ober-Roden - Spvgg. 03 Neu-Isenburg 1:1 (1:1). Die Hausherren ließen sich durch den frühen Rückstand nach nur zwei Minuten durch Dejan Djordjevic nicht beeindrucken. „Wir haben weiter unser Spiel gespielt“, meinte Ober-Rodens Trainer Fabian Bäcker, „das war stark und darauf bin ich auch stolz.“ Die Belohnung: Bereits in der zehnten Minute glich Sebastian Marweg zum 1:1 aus. Die Gastgeber vergaben noch zwei gute Möglichkeiten, dann ging es in die Pause. Nach dem Wechsel ließen sich die 03er in die eigene Hälfte zurückfallen, Ober-Roden hatte mehr vom Spiel. Wie bereits in der ersten Hälfte klärten die Neu-Isenburger ein weiteres Mal auf der Torlinie. Ober-Roden vergab nach einem Eckball noch eine weitere gute Gelegenheit, hatte dann aber in der Schlussphase Glück, dass die Gäste einen Konter nicht sauber ausspielten. Torschütze Dejan Djordjevic passte quer und der eingewechselte Erik Kraus schoss einen Gegenspieler an. „Ich als ehemaliger Stürmer hätte ihn direkt auf das Tor geschossen“, meinte 03-Trainer Nick Janovsky, der sich mit dem Einsatz und dem Willen seiner Mannschaft nach der 0:4-Pleite unter der Woche in Unter-Flockenbach sehr zufrieden zeigte. „Das Unentschieden ist gerecht“, meinte er. Fabian Bäcker sagte: „Wir hatten die besseren Chancen, daher wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen. Aber das Remis ist okay.“

Germania Ober-Roden: Kahl; Friess, Firat (73. Ennin), Baumann (69. Schulte), Bidou, Marweg, Sumanov, Sancak, Dapp, Stemann, Christophori-Como

03 Neu-Isenburg: Rudolf; Metzler, Diack (60. Wolfarth), Scheel, Nessen, Essome, Schellhorn, Djordjevic, Letellier (87. Budic), Kalzu (70. Kraus), Züge

Tore: 0:1 Djordjevic (2.), 1:1 Marweg (10.)

Germania Großkrotzenburg - SC 1960 Hanau 3:5 (1:2). Die Hausherren kamen besser ins Spiel und gingen bereits nach drei Minuten in Führung. Robin Prey vergab mit einem Lupfer die Großchance zum 2:0, dann schlugen die Hanauer zurück und wendeten bis zur Pause das Blatt. Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Großkrotzenburger den besseren Start, den nächsten Treffer erzielte aber Hanaus Michael Kohnke mit einem Freistoß. Die Germania gab sich nie geschlagen, verkürzte in der 87. Minute nochmals auf 3:4, doch im Gegenzug machte Ilker Bicakci mit dem 5:3 für die 60er alles klar. „Wir waren zu Beginn beider Hälften etwas anfällig. Insgesamt aber ist der Sieg verdient. Die drei Gegentore sind etwas ärgerlich“, sagte Hanaus Sportlicher Leiter Okan Sari.

SC 1960 Hanau: Pellowski; Aslan, Ohashi (46. Bauer), Gültekin, Fustero (46. Demir), Aydin, Bicakci, Hofmeier, Parker, Kohnke (75. Piranashvili), Makengo

Tore: 1:0 Becker (3.), 1:1 Makengo (17.), 1:2 Parker (43.), 1:3 Kohnke (53.), 2:3 Knezovic (58.), 2:4 Demir (82.) 3:4 Meub (87.), 3:5 Bicakci (88.)

TS Ober-Roden - SG Bornheim/GW 2:1 (1:1). „Das war auf dem tiefen Platz ein echtes Kampfspiel“, meinte TSO-Trainer Bastian Neumann. Die Hausherren zeigten in den ersten 20 Minuten eine gute Leistung, gingen in dieser Phase auch verdient in Führung. Dann aber übernahmen die Bornheimer die Kontrolle und glichen Sekunden vor der Pause durch den ehemaligen Neu-Isenburger Mario Marx aus. TSO-Schlussmann Niklas Schaar wehrte einen von Marx geschossenen Foulelfmeter ab, lenkte auch den Nachschuss noch an die Latte, von der aus der Ball aber hinter die Linie sprang. Nach dem Seitenwechsel „hatten beide Seiten ihre Momente“, sagte Neumann. Die Gäste vergaben Mitte des Durchgangs zwei, drei gute Möglichkeiten, ehe der wenige Minuten zuvor eingewechselte Maximilian Waas den Ober-Rodener Siegtreffer erzielte. „Wichtig waren am Ende vor allem die drei Punkte“, zeigte sich Neumann erleichtert.

TS Ober-Roden: Schwaar; Wolf, Strauß, Jung, T. Barak (81. Kozlu), Schöppner (87. Firrantello), Hesse, Gick, Schultheis, Sitter (82. Waas), Gotta

Tore: 1:0 Schöppner (12.), 1:1 Marx (44.), 2:1 Waas (85.) - Bes. Vork.: Schwaar (Ober-Roden) hält FE von Marx (44.)

SV Unter-Flockenbach - Viktoria Urberach 2:2 (0:1). Weil in Ole Schickedanz (Magen-Darm) und Khaiss Wahab (Grippe) beide Torhüter ausfielen, hütete Trainer Jens Wöll das Tor der Viktoria. „Die Torhüter der zweiten Mannschaft standen auch nicht zur Verfügung, einer ist verletzt, einer in Australien“, meinte Wöll, der trotz der ungewohnten Aufgabe Ruhe ausstrahlte.

Seine Mannschaft machte es ihm aber auch leicht: „Wir haben in der ersten Hälfte aus dem Spiel heraus nur wenig zugelassen“, erklärte Wöll. Die Urberacher vergaben ein, zwei gute Möglichkeiten, ehe Sevket Yildirim fünf Minuten vor der Pause das verdiente 1:0 für die Rödermarker erzielte. Nach der Pause kamen die Hausherren besser ins Spiel, die Begegnung war nun ausgeglichen und hektisch. Mit zwei Standards drehte Unter-Flockenbach den Spieß zwischenzeitlich herum, aber die Gäste sicherten sich noch einen Punktgewinn, der aufgrund der besseren Chancen mehr als verdient war.

Viktoria Urberach: Wöll; A. Schneider, M. Yildirim (81. T. Hamed), Serra, S. Yildirim, Puls, Piarulli, Medina Nunez (60. Amallah), Alempic, Hochstein (90. A. Hamed), Di Maria

Tore: 0:1 S. Yildirim (40.), 1:1 Weber (55./FE), 2:1 N. Schneider (58.), 2:2 Alempic (60.)  leo

Quelle: op-online.de

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