Yakuts Katastrophenpass leitet Niederlage ein

Dieburg (jd) ‐ Zweite Niederlage im dritten Spiel für den SC Hassia Dieburg: Mit 0:4 gingen die Blau-Weißen am Sonntag bei Rot-Weiß Walldorf – scheinbar – unter. Bei genauerem Hinsehen war der Spielverlauf aber keineswegs so deutlich, wie es das Ergebnis vorspielt. Auch wenn am Ende ein verdienter Erfolg des Gastgebers stand, den viele als heißesten Anwärter auf den Aufstieg proklamieren.

Wohl auch wegen der namhaften Verstärkungen, die die Hassia alles in allem aber im Griff hatte. Im Fokus standen dabei Murat Hiyamlioglu, in der vergangenen Saison noch bei Meister Geinsheim und ganz oben in der Torschützenliste der Liga, sowie ein in Dieburg Altbekannter: Mittelfeldmann Fuat Aydemir, der inzwischen für Walldorf die Fußballschuhe schnürt. Beide trafen, ohne dass die Hassia von ihnen überrollt worden wäre. Vor allem über die rechte Außenbahn kamen die Gastgeber stark auf, links hinten hatte Benjamin Kampka einen schweren Stand.

Wir haben in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gespielt“, befand Hassia-Sprecher Hans-Joachim Enders nach der Partie. Ehe Pierre Kampka die Riesenchance zum ersten Dieburger Treffer vergab (25. Spielminute), lag die Hassia aber schon zurück: Ein Katastrophenpass von Fatih Yakut in die Füße des Gegners schenkte Rot-Weiß das 1:0. „Das war völlig unnötig, fast von der Mittellinie den Ball zum Torwart zu spielen“, ärgerte sich Enders über Yakuts Fehler. Auch aus weiteren machten die Gäste nichts, dagegen erhöhte das keineswegs übermächtige Walldorf auf 2:0.

Gegen Unterflockenbach mit dem Rücken an der Wand

Mit dem 3:0 durch Aydemir (57.) war die Partie entschieden. Eine Minute zuvor hätte Schnitzer das 1:2 markieren können, vergab aber. Weil auch Pierre Kampka nach einem der schönsten Dieburger Spielzüge freistehend am Torwart scheiterte (61.), sollte nicht einmal der Ehrentreffer gelingen. Stattdessen fiel noch das 4:0 (65.), das aus Walldörfer Sicht etwas zu viel des Guten war.

Mir ist ein Rätsel, wieso wir nach den Gegentoren so einbrechen“, meinte Enders. „Nun stehen wir gegen Unterflockenbach bereits mit dem Rücken an der Wand.“ Die Hassia empfängt die Mannschaft aus dem Gorxheimertal am Sonntag am Wolfgangshäuschen und muss punkten, um nicht früh in Abstiegsnöte zu geraten. Möglich, dass sich Coach Motz Tipps von Münsters Spielertrainer D’Orsi holt, denn der SV unterlag in Unterflockenbach nach ausgeglichener Partie mit 1:2.

Die Aufstellung des SC Hassia:Sascha Krichbaum – Salvatore Miseri, Mats Böttler, Maurice Fleck, Benjamin Kampka – Pierre Kampka, Alex Gerlitz, Fatih Yakut, Marcel Poth, Mark Braun – Torsten Schnitzer (Tayfun Durmus, Micha Harbusch, Gaetano Sirna).

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