Bis zum zehnten Spieltag Zweiter

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Jubelnde DJK-Spieler: Hier wird der erste Saisontreffer als Aufsteiger in die B-Liga gefeiert. Das Foto entstand beim Spiel gegen die TS Ober-Roden II.

Dieburg ‐ Nach fulminantem Start ging dem SV DJK Viktoria Dieburg gegen Ende des Jahres etwas die Luft aus. Dennoch dürfte man sportlich zufrieden das Weihnachtsfest feiern bei den Grün-Weißen: Aufstieg in die B-Liga im Sommer, starker Start in die neue Runde, zum Abschluss des Jahres ein Platz im gesicherten Mittelfeld – die Bilanz der DJK im Jahr 2009 kann sich wahrlich sehen lassen. Von Jens Dörr

Zwar verabschiedete sich die junge Mannschaft vom Schlossgarten nur mit einem 2:2 beim Tabellenletzten Viktoria Kleestadt II in die Winterpause, den positiven Gesamttrend im Sportverein kann das aber nicht trüben. Als fast schon historisch ist der Aufstieg im Sommer zu bezeichnen, der erste seit mehr als vier Jahrzehnten für die DJK, bei der es sportlich über lange Sicht hinweg eher abwärts ging als aufwärts. Endstation C-Liga hieß es dann, unter dem neuen Trainer Milovan Markovic klappte es endlich mit der ersehnten Meisterschaft.

Überhaupt Markovic: Wohl keiner im DJK-Umfeld dürfte dem erfahrenen Fußballlehrer absprechen, dass er die erste Mannschaft in der jüngeren Vergangenheit entscheidend prägte, sie voranbrachte. Den Anspruch, auch in der C- oder B-Liga technisch ordentlichen Fußball anstatt „Kick and Rush“ zu spielen, ließ er sich nicht ausreden. Zumindest in Teilen gelang es ihm, das seiner jungen Mannschaft zu vermitteln.

Die tritt immer wieder mit verändertem Gesicht auf, wechselnde Aufstellungen gehören bei Markovic dazu. Oftmals überrascht er dabei, erregt auch manchmal Kopfschütteln im Umfeld, lässt sich aber nicht beirren. Der Erfolg gibt ihm letztlich Recht, außerdem spricht Markovic nicht nur vom Einbauen der Jugendspieler in die Aktivität, er setzt es auch um. Steffen Enders, Tim Beilstein und Kai Kreipner sind nur drei neue Namen, an die sich die DJK-Zuschauer erst einmal gewöhnen mussten. So spannend die Entwicklungen in der Aktivität der DJK, die sich über Spielermangel und schwache Trainingsbeteiligung weitestgehend nicht beklagen muss, auch sind: Die Rückrunde könnte aus sportlicher Sicht eher langweilig werden. „Platz eins bis fünf“ hieß das Saisonziel von Coach Markovic, zumindest die ersten beiden Plätze sind mit 15 beziehungsweise zehn Punkten schon weit entfernt. Platz sieben heißt es für die Viktoria in der Winterpause, nach hinten sind es auf die kritischen Ränge aber ebenfalls satte elf Punkte.

Das in einer Liga, in der nur noch zwölf Spieltage zu absolvieren sind – mit 26 Zählern dürfte für die Dieburger weder nach oben noch nach unten Entscheidendes mehr passieren. Weder daheim noch auswärts gibt es statistische Ausreißer, wobei drei Heimniederlagen in acht Spielen etwas zu viel des Schlechten scheinen. Am zehnten Spieltag lag die DJK noch auf Platz zwei, danach ging es kontinuierlich leicht bergab.

Ein kleiner Wermutstropfen dürfte auch das verlorene Derby gegen den SC Hassia II (0:2) sein – in der Rückrunde bietet sich da aber Gelegenheit zur Revanche. Ein Highlight wartet also mindestens noch. Und ansonsten hat Trainer Markovic sicherlich das eine oder andere personelle Experiment geplant.

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