Zweite Hälfte der Saison eine grandiose Serie

Offenbach - (leo) Als die U23 der Offenbacher Kickers nach einem 3:1 gegen Baunatal sowie einem 2:2 im Nachholspiel gegen Spitzenreiter Viktoria Urberach in die Winterpause der Fußball-Hessenliga ging, ahnte noch niemand, dass diese beiden Partien der Auftakt einer sensationellen Serie des Aufsteigers werden sollten.

Denn auch in den folgenden 13 Spielen des Jahres 2009 blieb das Team von Trainer Steffen Menze ungeschlagen und kletterte vom zwölften bis auf den vierten Platz. Den Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz von zwei Punkten, mit dem die Kickers in die Pause gegangen waren, bauten sie schnell aus und sicherten damit vorzeitig die Klasse.

Die zweite Saisonhälfte war eine einzige Serie  – 13 Partien ohne Niederlage. Der OFC startete mit einem 2:0 in Fernwald ins Jahr 2009, anschließend folgten drei Remis. Mit dem 6:2-Sieg am Ostersonntag bei RW Frankfurt folgte die beste Phase der Offenbacher mit insgesamt sechs Siegen in Folge, darunter auch ein 2:0 gegen Titelaspirant Bayern Alzenau. Im Heimspiel gegen den Hünfelder SV am drittletzten Spieltag drohte die Serie zu reißen, doch nach 0:2-Rückstand gelang den Kickers noch ein 2:2. Nach einem 1:1 bei Meister SC Waldgirmes beendete die U23 das Spieljahr mit einem 2:0-Erfolg gegen Buchonia Flieden.

Mit 33 Punkten stellen die Kickers mit Baunatal das fünftbeste Heimteam der Liga. Der Rückstand auf das Top-Trio Waldgirmes (44), Alzenau (39) und Urberach (43) ist aber deutlich. Dass es am Bieberer Berg nicht zu mehr Punkten reichte, lag an den 27 Gegentoren - nur Platz 13 in der Liga. Negativer Höhepunkt war das 1:5 gegen Eschborn, bitter war das 3:4 (3:0) gegen Waldgirmes.

Mit 24 Punkten (6.) holten die Kickers auswärts vier Zähler mehr als der Tabellendritte Urberach. Nur vier Teams weisen in der Fremde ein besseres Torverhältnis als die Menze-Elf (+1) auf. Höhepunkte waren das 6:2 bei RW Frankfurt sowie das 2:1 bei Bayern Alzenau in der Nachspielzeit.

Auch in der zweiten Saisonhälfte favorisierte der OFC ein 4-1-3-2-System mit einer „Sechs“ vor der Viererkette.

Nur vier Teams trafen häufiger als die Kickers, die 42 ihrer 68 Tore am heimischen Bieberer Berg erzielten. Dagegen sind 52 Gegentreffer nur der neuntbeste Ligawert. Mit Abstand erfolgreichster Torschütze war Ugur Albayrak (17 Treffer in 20 Spielen) gefolgt von Simon Pospischil, Daniele Fiorentino und Dennis Malura (je sechs).

Einzig Kapitän Thorsten Kleber kam in allen 36 Partien zum Einsatz. Simon Pospischil verbuchte 30 Einsätze, Jörn Kohl 29. Insgesamt setzten die Offenbacher 42 Spieler ein. Ein Dauerbrenner der besonderen Art war Serkan Kabar, der 22 Partien absolvierte - aber nur eine von Beginn an.

Auch in der zweiten Saisonhälfte war Menze von Abstellungen aus dem Profikader abhängig. Im Tor wechselten sich Daniel Endres (7), Thorsten Wiener (4) und Stefan Jordanic (3) ab. Winterzugang Tim Schwartz übernahm den Posten des rechten Verteidigers von Kerby Hofmann. Dagegen verbuchte Ahmet Sahinler, Rückkehrer von der U23 des SV Darmstadt 98, nur drei Einsätze. Der nach langer Verletzungspause wiedergenesene Salvatore D‘Avino stand achtmal in der Elf. Ein munteres Wechselspiel fand Woche für Woche in der Innenverteidigung statt: Andreas Angersbach, Idris Akpunar, Nassim Banouas, Fouad Brighache und Martin Pintaric standen zur Verfügung, wobei das Duo Banouas/Angersbach am häufigsten spielte.

Jürgen Baier (bisher U19) tritt die Nachfolge von Trainer Menze an. „Wichtig ist, dass wir weiter junge Spieler an die 1. Mannschaft heranführen. Und wir wollen natürlich auch in der Tabelle gut dastehen“, sagt Baier, der sechs A-Jugendliche mit in die U23 nimmt. Als Abgänge stehen bisher Serkan Kabar und Andreas Angersbach fest.

Quelle: op-online.de

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