HESSENLIGA Hanau 93 bezwingt SC Hessen

Zweiter Heimsieg an ungewohntem Ort

Heimsieg in Steinheim. Hanaus Spielertrainer Michael Fink (rechts) kommt zwar gegen Toni Reljic zu spät, bezwang mit seinen 93ern aber den SC Hessen. Foto: hartenfelser

Hanau – Von wegen Heimfluch: Der FC Hanau 93 hat in der Fußball-Hessenliga sein Heimspiel gegen den SC Hessen Dreieich mit 3:1 gewonnen und ist dank des zweiten Heimsiegs auf den elften Tabellenplatz geklettert.
VON FRANK SCHNEIDER

Vielleicht lag die ungewohnte Heimstärke des HFC auch an der ungewohnten Spielstätte: Aufgrund der schlechten Platzverhältnisse an der Kastanienallee wurde die Partie auf dem Kunstrasenplatz am Steinheimer Pfaffenbrunnen ausgetragen. Die Gäste, die zuletzt in der Liga konstant gepunktet hatten, verloren durch die unnötige Niederlage den Kontakt zu den Spitzenplätzen.

Dreieich musste auf etliche Stammspieler verzichten. Bezeichnend: Auf der Ersatzbank des Regionalliga-Absteigers saßen nur drei Feldspieler. Und diese reduzierten sich schon vor dem Anpfiff auf zwei. Abassin Alikhil zerrte sich beim Warmmachen und musste durch Canel Burcu ersetzt werden. Trainer Lars Schmidt ließ womöglich auch mangels geeigneter Alternativen seine Startelf durchspielen. Trotz aller Personalsorgen waren die Dreieicher zunächst das bessere Team. Der praktisch aus dem Nichts vor der Pause kassierte Ausgleich tat der Mannschaft von Coach Lars Schmidt jedoch nicht gut. In Hälfte zwei bissen sich die Hanauer in die Partie hinein und gingen am Ende nicht unverdient als Sieger vom Platz.

Ein Foulelfmeter ermöglichte dem SC Hessen Dreieich nach 28 Minuten die Führung. Denis Streker verwandelte sicher. Die Gastgeber waren in der Folgezeit bemüht, doch ohne den zunächst angeschlagenen auf der Bank sitzenden Toptorjäger Salvatore Bari fehlte etwas die Durchschlagskraft. So fiel das 1:1 kurz vor der Pause fast schon aus dem Nichts. Kahraman Damar flankte in den Strafraum, wo Dennis Gogol per Kopfball-Bogenlampe Torwart Felix Koob überlistete. Dreieich kam gestärkt aus der Kabine und bestimmte wie zu Beginn des Spiels das Geschehen. Allerdings war auch das Auftreten der Hanauer jetzt griffiger. Ein Schnitzer von Sascha Ries ermöglichte Enis Bunjaki (57.) freie Schussbahn, doch der Ball klatschte vom Innenpfosten ins Feld zurück. „Hier hatten wir viel Glück. Wenn Dreieich in Führung gegangen wäre, wäre die Partie sicher ganz anders verlaufen“, räumte Hanaus Spielertrainer Michael Fink nach Spielschluss ein. Zehn Minuten später wurde ein Schuss des agilen Gästetorjägers Toni Reljic (67.) im letzten Moment noch zur Ecke abgewehrt. Zu diesem Zeitpunkt stand Salvatore Bari bereits auf dem Feld, er löste Arslan nach 55 Minuten ab. Wie wertvoll der Ex-Alzenauer für die 93er ist, unterstrich er nach 73 Minuten. Er nutzte ein Missverständnis zwischen Koob und Besimir Haliti eiskalt zur 2:1-Führung aus. Dreieich warf danach alles nach vorne, doch Reljic (79./82.) hatte kein Schussglück. Stattdessen erhöhte Tim Franz nach einer schönen Ballstafette über Bari und Fließ in der 90. Minute noch auf 3:1. „Das war das erwartet schwere Spiel. Wichtig war, dass wir auch nach dem Rückstand ruhig geblieben sind“, sprach Fink von einem nicht unverdienten Sieg.

Hanau 93: Brao - Ries (67. Franz), Gavric, Fink, Purcell - Ünal, Mezini - Franz, Damar (72. Fließ), Suljic - Arslan (55. Bari)

Dreieich: Koob - Opper, Streker, Haliti, Filipovic - Abdel-Ghani, Mladenovic, Burcu, Amiri - Bunjaki, Reljic

Schiedsrichter: Loschke (Ahnatal) - Tore: 0:1 Streker (28./FE), 1:1 Gogol (43.), 2:1 Bari (73.), 3:1 Franz (90.)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare