Zwillinge für 60 Minuten Gegner

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Die Handball-Zwillinge Michael (links/Großwallstadt) und Philipp Müller (Balingen).

Großwallstadt - (joko) Bei Handball-Nationalspieler Michael Müller wird sich ein komisches Gefühl in der Magengegend breit machen, wenn er am Samstag mit dem TV Großwallstadt zum Bundesligaspiel gegen die HBW Balingen/Weilstetten in der Halle in Balingen eintrifft.

Der 24-jährige Handball-Nationalspieler wird sich zunächst freuen, wenn er seinen einigen Zwillingsbruder Philipp begrüßen kann, doch einige Zeit später werden die beiden Handballer, die 15 Jahre immer in einer Mannschaft (Bayreuth, Obernburg, Großwallstadt) gespielt haben, zu Gegnern. Denn Philipp Müller spielt seit dieser Saison für Balingen.

Während Michael Müller (TVG) auf der halbrechten Position bereits den Durchbruch in die Nationalmannschaft schaffte, sieht sich Philipp auf der halblinken Position größerer Konkurrenz ausgesetzt. Dennoch hat dem gebürtigen Bayreuther der Wechsel gut getan. Philipp hat sich in Balingen positiv entwickelt, wesentlich mehr Einsätze als in Großwallstadt.

Das identische Aussehen der beiden war anfangs auch für den TVG-Trainer Michael Roth nicht einfach: „Er hat zwei Jahre gebraucht, um uns auseinander zu halten. Noch heute werden wir oft verwechselt“, sagt Michael. Seit dieser Saison stehen die Zwillinge als Gegner auf dem Platz. Schon beim ersten Aufeinandertreffen fühlten sich die beiden Zwillingsbrüder „nicht so recht wohl. Das war schon eine komische Situation“, erinnert sich Michael an den 28:22-Sieg des TVG. Das Bruderduell entwickelte sich allerdings längst nicht so spektakulär, wie man es erwarten durfte. Ihre gemeinsame Einsatzzeit reduzierte sich nämlich auf nur rund zehn Minuten.

Der Kontakt ist nach wie vor sehr eng. „Wir telefonieren fast täglich“, sagt Michael, der mit dem TVG auch im zweiten Bruderduell wieder Favorit ist.

Quelle: op-online.de

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