Nebel stoppt Neureuther - "Sicht zu schlecht"

+
Felix Neureuther fuhr ein starkes Rennen in Sölden - doch der Nebel stoppte den Partenkirchener.

Sölden - Da erreicht Felix Neureuther im fünften Versuch zum ersten Mal den zweiten Durchgang beim Gletscher-Riesenslalom - und dann stoppt ihn der Nebel.

Für den zweimaligen Weltcup-Gewinner Felix Neureuther hat der WM-Winter mit einem ärgerlichen Rennabbruch begonnen. Zum Saison-Auftakt fiel der zweite Durchgang des Riesenslaloms am Sonntag im österreichischen Sölden wegen Nebels aus. Dabei hatte der 26-Jährige als erster deutscher Alpin-Herr seit Jahren ebenso wie Fritz Dopfer wieder den zweiten Durchgang erreicht, aber für die ersten Punkte seit denen von Markus Eberle 1998 reichte es nicht. Bitter war der Abbruch auch für den Franzosen Cyprien Richard, der als Führender des ersten Durchgangs auf seinen ersten Weltcup-Sieg gehofft hatte.

"Bei diesen Bedingungen macht es keinen Sinn. Die Sicht war zu schlecht", sagte Herren-Cheftrainer Karlheinz Waibel. Gerne hätte Waibel eine Bestätigung der guten Leistungen aus dem ersten Durchgang gesehen, den Neureuther als 18. und Dopfer als 28. beendet hatten. Aber die Nebelsuppe beendete den Arbeitstag vorzeitig. "Die Läufer haben kaum Bodensicht", sagte Wolfgang Maier, Alpin-Direktor des Deutschen Skiverbandes (DSV), und bei Spitzengeschwindigkeiten um die 80 Stundenkilometer war auch die Sicht zu den nächsten Toren nicht gut genug.

Zählbar war es nicht, was die DSV-Herren zustande brachten. Aber achtbar allemal. Anders als Maria Riesch, die nach Rang fünf am Vortag ein "bisserl Frieden mit Sölden" schloss, erwiderte der Rettenbachgletscher Neureuthers Zuneigung nach dessen erster Annäherung nicht. Vielleicht kann der 26-Jährige daraus jedoch trotzdem Zuversicht für die nächsten Saison-Aufgaben ziehen. Denn anders als in den Vorjahren, als Neureuther wiederholt von "guten Trainingsleistungen im Riesen" gesprochen hatte, bot er diese nun auf der Rennpiste.

"Man muss ja nicht im Vorfeld immer sagen, dass man fährt wie ein Gott oder was weiß ich alles, sondern eher mal bisschen tiefer stapeln und dann kommt ein gutes Ergebnis auch raus", sagte der Olympia-Achte, der in der Saisonvorbereitung Knie-Probleme hatte. Sein richtiger Saisonstart kommt erst in drei Wochen beim Slalom im finnischen Levi.

dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare