French Open

Zverev macht kurzen Prozess mit Schweden-Youngster - und marschiert in dritte Runde

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Alexander Zverev machte in der zweiten Runde der French Open kurzen Prozess. 

Nach dem zähen und kräftezehrenden Fünfsatz-Krimi in der ersten Runde der French Open hatte es Alex Zverev jetzt eilig - und machte kurzen Prozess.

Paris - Dem Marathon folgte ein Sprint: Alexander Zverev (22) hat bei den French Open in Paris im Eiltempo die dritte Runde erreicht. Nach seinem mehr als vierstündigen Fünfsatz-Krimi in der ersten Runde gegen den Australier John Millman ging dem Weltranglistenfünften sein Match gegen den schwedischen Qualifikanten Mikael Ymer (20) wesentlich leichter und flotter von der Hand: Für sein klares und über weite Strecke auch überzeugendes 6:1, 6:3, 7:6 (7:3) auf dem neuen Court "Simonne Mathieu" benötigte der ATP-Champion nur 1:59 Stunden. Nur gegen Ende des dritten Satzes hatte er einen Durchhänger.

„Hat sein Spiel nicht weiterentwickelt“: Zverev nach harter Kritik mit Sieg fürs Selbstvertrauen

Der bisweilen überforderte Youngster aus Schweden hatte gegen einen sehr konzentriert und entschlossen spielenden Zverev nur gegen Ende des dritten Satzes die Chance, ins Match zurückzukommen. Der Hamburger diktierte das Spiel mit starken Aufschlägen, meist suchte er danach schnell die Entscheidung. Der 20-Jährige, 148. der Weltrangliste spielte erst sein zweites Match überhaupt bei einem Grand Slam und war gegen die deutsche Nummer fünf der Welt reichlich überfordert. In dieser Form sollte für Zverev auch in der dritten Runde, in der er auf Dusan Lajovic (Serbien/Nr. 30) trifft, ein klarer Sieg möglich sein.

Vor dem Match hatte Eurosport-Experte Boris Becker - der nun Fans mit einem seltsamen Foto schockte - noch einmal leise Kritik an Zverev geübt. Der Spielstil des Hamburgers gefalle ihm derzeit nicht, da Zverev zu weit hinter der Grundlinie stehe. Auf diesen Stil hätten sich die Gegner aber mittlerweile eingestellt und eine Lösung gefunden. "Und das macht ihm zu schaffen, dass er sein Spiel nicht weiterentwickelt hat. Man muss sich ständig weiterentwickeln", betonte Becker. Sein Kollege John McEnroe warnte ebenfalls: Falls Zverev nicht ein bisschen weiter nach vorne rücke und näher zur Grundlinie rücke, werde er in seiner Entwicklung "irgendwann stehenbleiben".

Zverev in Runde drei der French Open: Auch Federer und Nadal weiter - gegen Deutsche

Für Ymer war Zverev freilich mindestens eine Nummer zu groß - ebenso wie Roger Federer und Rafael Nadal in ihren jeweiligen Zweitrunden-Matches für die deutschen Qualifikanten Oscar Otte und Yannick Maden. Allerdings: Die beiden deutschen Nobodys wehrten sich nach Kräften, vor allem der 25 Jahre alte Kölner Otte trat sehr beherzt auf: Beim 4:6, 3:6, 4:6 vor großer Kulisse auf dem Hauptplatz "Philippe Chatrier" brachte er Grand-Slam-Rekordsieger Federer einige Male doch in arge Verlegenheit.

Andrea Petkovic plant derweil eine zweite Karriere. Sie will als Moderatorin ins Fernsehen. Ein Casting habe sich schon absolviert.

SID

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