Amerikanerin “JihadJane“ soll Terroristen geworben haben

Washington - Eine Amerikanerin, auch bekannt als "JihadJane", wurde angeklagt, weil sie mit Hilfe des Internets, Kämpfer für den "Heiligen Krieg" gesucht haben soll.

In einschlägigen Kreisen ist sie als “JihadJane“ und “Fatima LaRose“ bekannt. Ihre Mission: Mit Hilfe des Internets, Kämpfer für den islamischen “Heiligen Krieg“ (Dschihad) zu finden.

Jetzt klagte die US-Justiz Colleen LaRose aus dem US-Staat Pennsylvania an, weil sie mit fünf über den Erdball verstreuten Komplizen Männer für Terroranschläge in Europa und Südasien angeworben haben soll. Die Gruppe habe zudem Frauen rekrutiert, die mit unverdächtigen Pässen in Europa umherreisen und den “Dschihad“ unterstützen könnten, teilte das US-Justizministerium am Dienstag mit.

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

Die schlimmsten Terroranschläge seit dem 11. September

Die 1963 geborene Frau habe überdies einen “direkten Befehl“ erhalten, einen schwedischen Staatsbürger in seiner Heimat zu ermorden. Damit solle “die ganze Welt der Ungläubigen“ das Fürchten gelehrt werden, hieß es in der Mitteilung, allerdings ohne näher zu erwähnen, wer den Befehl erteilte. LaRose sei daraufhin nach Europa gereist und habe das potenzielle Opfer über das Internet ausgekundschaftet, “mit dem Ziel, die Aufgabe zu Ende zu bringen.“ Im Falle einer Verurteilung muss sie mit lebenslanger Haft und einer Geldstrafe von bis zu einer Millionen Dollar (741 000 Euro) rechnen.

Die Anklage lautet unter anderem auf Verschwörung zur Unterstützung von Terroristen und zum Mord im Ausland. Die Anklage “unterstreicht, dass wir es mit einer sich wandelnden Art von Bedrohung zu tun haben“, sagte Anklagevertreter David Kris. “Der Fall zeigt, dass Terroristen das Internet nutzen können und es auch tun“, sagte sein Staatsanwalts-Kollege Michael Levy. “Er zeigt auch die sehr reale Gefahr durch das Internet. Der Fall macht zudem deutlich, dass Terroristen nach US-Bürgern Ausschau halten, die ihre Sache unterstützen. Er zerstört zudem jede Annahme, dass wir Terroristen allein durch ihr Aussehen ausfindig machen können.“

LaRose und ihre in Südasien, Ost- sowie Westeuropa und den Vereinigten Staaten ansässigen Kollegen hätten über das Internet eine Verbindung aufgebaut und sich über Terrorpläne ausgetauscht, darunter Selbstmordattentate, die Finanzierung von Anschlägen, den Diebstahl von Pässen und Wege, Reiseverbote zu umgehen.

dpa

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