Applaus für Kampusch bei Buchlesung

Wien - Unter starken Sicherheitsvorkehrungen hat Natascha Kampusch am Donnerstagabend in Wien aus ihrer Autobiografie “3096“ vorgelesen. Das Publikum zollte der 22-Jährigen starken Applaus.

In dem Buch berichtet die als Zehnjährige verschleppte Österreicherin aus ihrem Leben in den achteinalben Jahren, in denen sie sich in der Gewalt ihres Entführers befand. Die heute 22-Jährige beschreibt, wie sie wiederholt geschlagen wurde, an Hunger litt und gezwungen wurde, halb nackt Hausarbeiten zu verrichten.

Natascha Kampusch und der Rundfunkjounalist Christoph Feurstein bei der Präsentation des Buches "3096" in Wien.

Sie habe das Buch geschrieben, um ein neues Leben zu beginnen, sagte Kampusch bei der knapp einstündigen Lesung, zu der sich eine riesige Menschenmenge in einem Buchladen eingefunden hatte.

Auf Fragen des Moderators, eines Rundfunkjournalisten, sagte Kampusch, sie fühle sich verletzt, wenn Menschen negativ auf sie reagierten und manchmal sogar “dumme Witze“ machten. Das sei sehr unangenehm und tue ihr weh, auch, wenn es ihr schwerfalle, dies einzugestehen.

Für ihre Ausführungen erhielt Kampusch starken Applaus der Zuhörer.

dapd

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