140 000 Besucher bei Ballonfahrer-Treffen

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Riesige Glühwürmchen: der „Nightglow“, krönender Abschluss der Montgolfiade.

Warstein - Ein fliegendes Brandenburger Tor und leuchtende Ballons: Das größte Ballonfahrer-Treffen Europas hat in zehn Tagen rund 140 000 Zuschauer ins Sauerland gelockt.

Die 19. Internationale Warsteiner Montgolfiade ging am Sonntag zu Ende. Tags zuvor waren nach einem verregneten Anfang zum Teil mehr als 170 Ballons bei den Massenstarts in den Himmel aufgestiegen.

Das Treffen wurde allerdings von zwei Unfällen überschattet. Bei der Landung im sauerländischen Schmallenberg verletzte sich am Freitag ein 32 Jahre alter Mitfahrer schwer. Der Mann war aus dem Ballon gesprungen, um ein Halteseil zu befestigen, als der Pilot den Ballon erneut anfeuerte und abhob. Der 32-Jährige wurde nach Angaben der Mescheder Polizei mit in die Höhe gezogen und stürzte aus drei bis fünf Metern ab. Er wurde mit einem Beckenbruch in eine Klinik geflogen.

Glimpflicher endete ein Zwischenfall am Samstagabend: Kurz nach dem Start waren über Warstein zwei Ballone zusammengestoßen. Der Korb eines Ballons beschädigte die Hülle des zweiten. Dieser sank darauf hin aus etwa 300 Metern schnell zu Boden. Trotz der unsanften Landung auf einem Tennisplatz kamen der Pilot und seine fünf Mitfahrer mit dem Schrecken davon. Nach Auskunft der Soester Polizei hat das Luftfahrtbundesamt die Ermittlungen übernommen.

Am Samstagabend drängten sich auf dem Festivalgelände am Rande Warsteins 38 000 Besucher zum Ballonstart und einem anschließenden “Nightglow“, bei dem die auf dem Boden verankerten Ballonhüllen in der Dunkelheit durch die Gasbrenner zum Leuchten gebracht wurden.

Insgesamt waren 216 Ballonfahrer-Teams zu dem Treffen ins Sauerland gekommen. Neben klassischen Ballonen waren auch in diesem Jahr wieder Sonderformen wie ein fliegendes Brandenburger Tor, Tierköpfe oder Flaschen zu bewundern.

dpa

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