Drei Tage lang

Dorf-Bewohner foltern Diebe mit Feuerameisen

Ayopaya - Bewohner eines Dorfes in Bolivien haben gewaltsam Rache an zwei Motorrad-Dieben genommen. Sie folterten die jungen Männer so lange mit Feuerameisen, dass sie fast gestorben wären.

Bewohner eines Dorfes in Bolivien nahmen brutale Rache an zwei Teenagern. Weil das mutmaßliche Räuber-Duo (18 und 19 Jahre alt) zwei Motorräder gestohlen haben soll, fesselten sie die beiden für drei Tage an einen Baum, berichtet der englische Mirror. Doch damit nicht genug: Sie setzten sie gefährlichen Feuerameisen aus.

Wie die Behörden in Bolivien berichten, wären sie dabei fast gestorben. Einer der jungen Männer habe auf der Intensivstation behandelt werden müssen, während der andere sogar eine Dialyse wegen Nierenversagens benötigt hätte, sagte der behandelnde Arzt Dr. Roberto Paz. Erst nachdem Angehörige ein Lösegeld in Höhe von umgerechnet rund 2700 Euro - das Vierfache vom bolivischen durchschnittlichen Jahreslohn - gezahlt hatten, wurden die beiden freigelassen. Die Einwohner verlangten die Summe als Entschädigung für die gestohlenen Motorräder.

Das Gift der Tiere kann allergische Reaktionen auslösen, die wiederum tödlich sein können. Zudem besteht die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks. In kleineren Dosen wird das Gift als traditionelles Heilmittel gegen Arthritis eingesetzt.

Rubriklistenbild: © dpa

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