Brandgefahr: Boeing schlampt bei Cockpit-Fenstern

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Die Cockpit-Fenster einer 747.

Washington - Bei tausenden Boeing-Flugzeugen kann es zu Rauch, Feuer oder einem Riss in der inneren Cockpit-Scheibe kommen. Am Freitag reagierte die US-Luftfahrtbehörde FAA.

Die FAA hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten elf Fälle registriert, bei denen wackelige elektrische Verbindungen die Frontscheibenheizung bei mehreren Modellen zu überhitzen drohten. Jetzt wurde angeordnet, dass die Frontscheiben entweder alle 500 Flugstunden überprüft werden müssen oder neue Fenster eingesetzt werden.

Gefährdet sind die beiden Langstrecken-Typen Boeing 767 und 777 sowie der aktuell nicht mehr gebaute Mittelstrecken-Jet 757. Nach Angaben der FAA sind weltweit 2619 Maschinen betroffen, knapp die Hälfte davon fliegt in den USA. Im Mai musste eine Maschine deswegen nahe Washington DC notlanden. 

Airlines & ihre Flugbegleiterinnen

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Einige Gesellschaften haben bereits reagiert. American Airlines hat laut “Wall Street Journal“ den Austausch der Fenster fast abgeschlossen. Boeing selbst hatte die Fluggesellschaften vor dem gefährlichen Konstruktionsmangel gewarnt und häufigere Kontrollen empfohlen. Auch die große 747 steht unter Beobachtung.

Der Jumbo besitzt eine ähnliche Frontscheibenheizung wie seine kleineren Geschwister. Der FAA sind aber bis dato keine Vorfälle bekannt. Auch die Deutsche Lufthansa fliegt die 747.

dpa

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