Erneut starkes Beben in Chile

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Nach der Panik: Der zunächst befürchtete Tsunami blieb aus - die Menschen in Chile sind erleichtert.

Santiago de Chile - Ein schweres Erdbeben hat erneut Chile erschüttert. Viele Menschen flohen aus Angst vor einem Tsunami in höhere Lagen.

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Ein kräftiges Nachbeben der Stärke 6,0 hat am Mittwoch in der chilenischen Stadt Concepción Panik vor einem neuen Tsunami ausgelöst. Die Behörde für Katastrophenschutz ONEMI gab jedoch Entwarnung: “Dieses Beben hatte keine Eigenschaften, die einen Tsunami auslösen können“, teilte sie mit. Die ONEMI hatte allerdings auch unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben vom vergangenen Samstag mit etwa 800 Toten Tsunami-Entwarnung gegeben. Kurz darauf waren Dutzende Küstenorte und auch die einzige Siedlung auf der zu Chile gehörenden Pazifik-Insel Robinson Crusoe von einer riesigen Flutwelle weitgehend zerstört worden.

Als sich das Gerücht von einem möglichen neuen Tsunami wie ein Lauffeuer verbreitete, versuchten zahlreiche Menschen per Auto in höher gelegene Gebiete zu flüchten. Die Menschen befürchteten, dass eine Flutwelle vom Meer aus durch den Fluss Bío Bío auch die Stadt erreichen könnte.

Die Suche nach Verschütteten in einem 14-stöckigen Wohnhaus, das bei dem verheerenden Erdbeben der Stärke 8,8 am vergangenen Samstag eingestürzt war, musste unterbrochen werden. In der bereits stark zerstörten Küstenstadt Constitución hatte die Polizei über Megaphone vor einer möglichen neuen Flutwelle gewarnt. Die Menschen flohen auch hier zunächst in höher gelegene Gebiete.

dpa

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