Concepción liegt nach Erdbeben in Trümmern

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Das Erdbeben in Chile hat die Großstadt Concepción in Trümmer gelegt.

Santiago de Chile - Das Erdbeben in Chile hat die Großstadt Concepción in Trümmer gelegt. Alle wichtigen Gebäude der 200 000-Einwohner-Stadt sind zerstört. Die Stadtmitte ist abgeschnitten.

Die chilenische Großstadt Concepción mit fast 200 000 Einwohnen ist von dem verheerenden Erdbeben mit am schlimmsten getroffen worden. Brücken seien eingestürzt, Straßen regelrecht zusammenschoben worden, berichtete der Fernsehsender TVN am Samstag.

Alle wichtigen Gebäude der etwa 500 Kilometer südlich von Santiago de Chile gelegenen Stadt stürzten unter der Wucht des Bebens ein. “Es gibt keine Straße ohne Trümmer. Es ist uns noch nicht gelungen, bis zur Stadtmitte vorzudringen“, berichtete ein Reporter.

Trümmerberge und Kommunikationsprobleme

Öffentliche Gebäude, darunter der Sitz der Regionalregierung, seien ebenso wie erst jüngst fertiggestellte Bauten in sich zusammengefallen. Auf den Straßen türmten sich Trümmerberge, überall seien Risse im Boden zu sehen. Noch in der Nacht wurden Hunderte von Patienten aus dem regionalen Krankenhaus geholt.

In Decken gehüllte Frauen, schreiende Kinder und Männer mit Taschenlampen, die im Schlaf von dem Unglück überrascht wurden, seien die ersten gewesen, die versucht hätten, sich einen Weg aus den Trümmern zu bahnen.

Innenminister Edmundo Pérez Yoma bestätigte, es gebe gravierende Kommunikationsprobleme mit der Stadt. Präsidentin Michelle Bachelet entsandte Helfer in das Katastrophengebiet und rief ihre Minister zu einem Krisentreffen zusammen.

dpa

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