„Das Schlimmste liegt hinter uns“

Baldiges Corona-Ende? WHO-Experte verkündet plötzlich gewaltige Hoffnung

Monatelang überschlugen sich die Schreckensmeldungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie förmlich. Nun verbreitet die WHO sehr erfreuliche Nachrichten - weit mehr als einen Silberstreif am Horizont.

München - Zahlen, Daten, Fakten - nie zuvor war das tägliche Leben auf der Erde so sehr von Statistiken beeinflusst. Nationen wie Australien oder China reagieren seit Monaten umgehend auf jeden Corona-Fall, so dass die Regierungen schnell mit rigorosen Einschränkungen für betroffene Regionen bei der Hand sind. Deutschland stolpert derweil in wenigen Tagen in Monat fünf des zweiten Lockdowns* und wird den Zustand des Dämmerschlafs sehr wahrscheinlich noch einige Wochen beibehalten.

Die aussagekräftigste aller Corona-Statistiken ist wohl die der Todeszahlen. Denn hier tauchen nur die Menschen auf, denen die Pandemie alles genommen hat. Nicht nur hierzulande hat sich aber trotz natürlich weiter steigender Opferzahlen zuletzt ein positiver Trend durchgesetzt.

Corona-Pandemie mit positiver Entwicklung: Zahl der neuen Todesopfer sinkt binnen Woche um 20 Prozent

Auch weltweit sterben Woche für Woche weniger Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion*. So erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO* in ihrem neuesten „Covid-19 Weekly Epidemiological Update“, dass zuletzt binnen einer Woche über den kompletten Globus 66.000 Corona-Tote zu beklagen gewesen seien. Dies bedeute eine Verringerung von 20 Prozent zu der Woche davor, insgesamt sinkt der Wert seit drei Wochen.

Positiv ist die Entwicklung auch bei den Infizierten. 2,4 Millionen neue Fälle seien der WHO binnen einer Woche gemeldet worden, was einen Rückgang von elf Prozent zur Vorwoche bedeute. Hier sei der Wert seit sechs Wochen rückläufig. Insgesamt seien im Zuge der Pandemie 110,7 Millionen Infektionen und 2,4 Millionen Todesopfer erfasst worden.

Sieht bereits Licht am Ende des Corona-Tunnels: Laut Europas WHO-Regionaldirektor Dr. Hans Henri Kluge liegt der schlimmste Teil der Pandemie hinter uns.

Corona-Pandemie mit positiver Entwicklung: WHO-Experte macht Hoffnung auf baldiges Ende der Krise

Ermutigende Zahlen - trotz der diversen Mutanten wie B.1.1.7 aus Großbritannien* oder der neuen kalifornischen Variante, vor denen vor allem die deutschen Politiker und Experten derzeit zurückschrecken. Dr. Hans Henri Kluge nimmt die aktuelle Situation anders wahr. Der Belgier ist WHO-Regionaldirektor für Europa und trat in dieser Funktion im dänischen TV-Sender „DR“ auf. Dabei verbreitete er Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie.

„Das Schlimmste liegt hinter uns“, betonte der 52-Jährige. Und: „Wir sollten hoffnungsvoll sein.“ Der wichtigste Satz bei seinem Auftritt aber war dieser: „Es wird weiterhin ein Virus geben, aber ich glaube nicht, dass Einschränkungen nötig sein werden. Das ist eine optimistische Aussage.“ Also: Vorsicht sei weiterhin geboten, für Angst oder Panikmache sollte aber kein Platz mehr sein.

Bald wieder Normalität? Mit dem Ende der Pandemie könnten gemeinsame Ausflüge wieder zum Tagesgeschäft werden.

Corona-Pandemie mit positiver Entwicklung: „Mutationen ändern nichts an unserer Strategie“

Über die steigende Zahl der Virus-Mutationen* sprach Kluge ebenfalls. Die Zunahme der Varianten sei wegen der raschen Ausbreitung besorgniserregend. „Letztlich ändern sie aber nichts an unserer Strategie - auch nicht an der Impfstrategie*“, stellte der Experte klar. Schließlich folgte eine Aussage, die auch in Brüssel und Berlin verinnerlicht werden sollte: „Schnelligkeit ist unser bester Freund.“

Wie schnell Sars-CoV-2* seinen Schrecken verlieren wird, müssen die kommenden Wochen und Monate zeigen. Allerdings deutete auch eine US-Studie zuletzt darauf hin, dass das Virus künftig mutmaßlich nur noch regional auftreten wird. Damit würde aus der Pandemie eine Endemie. Wie in der Vergangenheit könnten somit die Mutationen der Anfang vom Ende sein. Dies war etwa bei der Spanischen Grippe vor rund einem Jahrhundert der Fall.

Der Virologe Friedemann Weber von der Universität Gießen setzt bei Focus Online auf eine rasche Rückkehr zur Normalität: „Schon das Frühjahr 2021 sollte spürbar unbeschwerter sein, der Sommer schon fast wieder normal und der Herbst so gut wie normal.“ Bis dahin heißt es noch: Durchhalten und die Entwicklung der Zahlen, Daten und Fakten verfolgen. (mg) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © TOBIAS SCHWARZ/afp

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