Deutscher Tourist schmuggelt teure Tierchen

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Er wollte das große Geld machen: Weil ein deutscher Tourist in Neuseeland versuchte, Geckos zu schmuggeln, steht er nun vor Gericht.

Wellington - Er wollte das große Geld machen: Ein deutscher Tourist hat in Neuseeland versucht, Geckos zu schmuggeln. Mit welchem Trick er den Zoll austricksen wollte, erfahren Sie hier.

Beim illegalen Schmuggel von 16 Geckos ist ein deutscher Tourist in Neuseeland aufgeflogen. Der Mann wollte die äußerst seltenen und vom Aussterben bedrohten Tiere außer Landes schmuggeln, berichtete die Wildschutzbehörde.

Zwei Männer aus der Schweiz und aus Mexiko wurden als Komplizen verhaftet und standen am Dienstag in Christchurch vor Gericht. Erst im Januar war ein Deutscher mit Dutzenden Geckos in der Unterhose beim Verlassen des Landes erwischt worden. Er wurde zu 14 Wochen Haft verurteilt.

Ermittler hatten im Rucksack des 55-jährigen Deutschen am Sonntag 16 sogenannte Schmuck-Grüngeckos entdeckt. Die etwa 20 Zentimeter langen grünen Tiere waren in engen Schlauchstücken versteckt. Neun der Geckos seien tragend gewesen, sagte ein Mitarbeiter der Wildschutz-Behörde der Zeitung “Otago Daily“. Der Stress durch den Transport in den Schläuchen hätte die Jungen gefährdet, sagte er.

Der Deutsche, der nach Angaben des Gerichts in Uganda lebt, bekannte sich am Montag schuldig und war in Haft. Das Strafmaß sollte am 3. März verkündet werden. Bei den beiden anderen handele es sich um einen Börsenmakler (31) aus der Schweiz und einen Koch (28) aus Mexiko.

Die Geckos haben nach Angaben des Staatsanwalts einen Schwarzmarktwert von mindestens 12 000 neuseeländische Dollar (gut 6000 Euro) pro Stück. “Wildschmuggel ist ein weltweites millardenschweres Geschäft“, sagte der Leiter der Ermittlungsabteilung beim neuseeländischen Zoll, Mark Day. “Nach Schätzungen von Interpol ist es mit sechs bis acht Milliarden Dollar Umsatz im Jahr der zweitgrößte Schwarzmarkt hinter Rauschgift.“ dpa

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