Gedenken zehn Jahre nach Concorde-Absturz

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Air France überreichte den Angehörigen der Opfer Blumen, die an einem Denkmal der Flugkatastrophe in Gonesse niedergelegt wurden.

Gonesse - Zehn Jahre nach dem Concorde-Absturz bei Paris haben Hinterbliebene am Sonntag am Unglücksort der 113 zumeist deutschen Opfer gedacht.

An einem Denkmal für die Toten in Gonesse nahe des Flughafens Charles de Gaulle legten etwa 100 Familienangehörige Blumen nieder. Das Überschallflugzeug der Air France war am 25. Juli 2000 kurz nach dem Start in Paris brennend auf ein Hotel in Gonesse gestürzt. Alle 100 Passagiere, davon 97 Deutsche, neun Besatzungsmitglieder und vier Menschen in dem Hotel kamen ums Leben. Wie sich herausstellte, war die Maschine über ein Metallteil auf der Rollbahn gefahren, das ein anderes Flugzeug verloren hatte. Der Reifen platzte, Teile davon wurden gegen die Tragfläche geschleudert und rissen einen Tank auf, das Kerosin entzündete sich.

Das Unglück läutete das Ende des französisch-britischen Deltaflüglers ein, der doppelte Schallgeschwindigkeit erreichen konnte. Im Jahr 2003 wurden die letzten Exemplare ausgemustert, sie sind heute in Museen zu besichtigen.

apn

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