Hurrikan "Karl" rast auf Mexiko zu

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Hurrikan Karl (unten links) rast auf Mexiko zu

Mexiko-Stadt - Auf "Earl" folgt "Karl": Ein neuer Hurrikan rast auf die mexikanische Golfküste zu. Behörden erwarten bis zu sechs Meter hohe Flutwellen.

Am Freitag wurden im Bundesstaat Veracruz die Küstengebiete nördlich der gleichnamigen Hafenstadt in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Das Atomkraftwerk Laguna Verde wurde vorsorglich abgeschaltet. Nach Angaben des US- Hurrikanzentrums in Miami wird der Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern auf die Küste treffen. Die Region wird sowieso schon seit Wochen von Hochwasser geplagt.

Erdrutsche und Überflutungen befürchtet

“Es ist eine außerordentlich riskante Lage für den Staat Veracruz entstanden“, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des lokalen Zivilschutzes. “Karl“, Hurrikan der dritthöchsten Stufe, sollte im Laufe des Tages im Bereich der Stadt Tuxpan auf das Festland prallen. Bis zu sechs Meter hohe Wellen werden befürchtet. Notherbergen für Tausende von Menschen wurden vorbereitet. Die Behörden warnten vor allem vor Erdrutschen in den Bergen und Überflutungen der zahlreichen Flüsse in den Niederungen.

Karl ist der sechste Hurrikan der Saison

Veracruz und andere Staaten im Süden Mexikos leiden nach heftigen Regenfällen seit Wochen unter Hochwasser. Seit Donnerstagabend regnet es in der Region wieder ununterbrochen. Die Meteorologen erwarten, dass sich “Karl“ nach seinem “Landgang“ über den Gebirgen rasch abschwächt. Er wird sich dann über den meisten Staaten Zentral- und Südmexikos, darunter in Mexiko-Stadt, ausregnen. Der Wirbelsturm war am vergangenen Wochenende in der Karibik entstanden. Er ist der sechste Hurrikan auf dem Atlantik in diesem Jahr. Mit “Karl“ sind derzeit drei Hurrikane im Atlantik aktiv. Über dem Ozean tobten am Freitag auch die Wirbelstürme “Igor“ und “Julia“ weiter in Richtung Nordwesten.

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