Irak: 13 Tote bei Anschlag auf Marktplatz

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Mit diesen Detektor versucht die irakische Polizei versteckte Autobomben aufzuspüren.

Bagdad - Bei einem Bombenanschlag in der irakischen Hauptstadt sind am Freitag mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden.

Der mit Nägeln gefüllte Sprengsatz explodierte, laut Polizei, auf einem belebten Basar in der Innenstadt.
Auf dem Markt kauften und verkauften junge Leute Motorräder. Der Sprengsatz war an einem Motorrad angebracht worden.

Es war der jüngste in einer Serie von Anschlägen, die in den vergangenen Wochen mehr als 200 Menschen das Leben gekostet haben. Am Mittwoch riss eine Bombe im Bagdader Stadtteil Sadr City etwa 70 Menschen in den Tod. Auch in anderen Landesteilen nahm die Zahl der Anschläge wieder zu. Beobachter sehen einen Zusammenhang mit dem Abzug der US-Kampftruppen aus irakischen Städten bis zum 30. Juni. Dies ist die erste Stufe des Abzugs der amerikanischen Kampftruppen aus dem Irak, der bis Ende 2011 abgeschlossen sein soll.

Die meisten Anschläge wurden aus Bagdad und der nördlichen Stadt Mossul gemeldet, den einzigen Städten, in denen noch US-Soldaten stationiert sind. Die rund 134 000 amerikanischen Soldaten sollen sich laut einer Vereinbarung zwischen Washington und der irakischen Regierung bis zum kommenden Dienstag in ihre Stützpunkte außerhalb der Städte zurückziehen.

dpa/ap

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