Kopfgeld auf Python

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Ein vier Meter langer und 60 Kilogramm schwerer Tigerpython. (Symbolbild)

Washington - Eine Python biss und würgte ein Mädchen (2) in ihrem Kinderbett, bis es starb. Nach diesem grausamen Tod fordern Wildschutzbehörden nun ein Kopfgeld auf Schlangen.

Der tödliche Angriff der Riesenschlange nahe Orlando (US-Bundesstaat Florida) Anfang Juli machte auf dramatische Weise deutlich: Im “Sonnenscheinstaat“ werden die Reptilien allmählich zum Problem. Experten sprechen inzwischen gar von einer Plage, die immer weiter um sich zu greifen droht.

150 000 Schlangen leben nach Schätzungen von Biologen allein im Everglades-Nationalpark am südlichen Zipfel Floridas, dazu gesellt sich eine unbekannte Zahl von Exoten, die von ihren Besitzern ausgesetzt wurden.

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Und das kleine Mädchen ist nicht das einzige Opfer der Reptilien: 17 Menschen wurden nach Angaben der Tierschutzorganisation “Humane Society“ in den vergangenen zehn Jahren in den USA von den monströsen Kriechern verletzt, sieben davon tödlich. Nelson fürchtet noch größere Dimensionen: “Wenn sie sich weiter vermehren, werden sie bald überall im Süden der USA sein.“ Nach Einschätzung von US-Geologen taugt ein Drittel des Landes als Lebensraum.

Eine Überlegung der Wildschutzbehörden von Florida ist es daher, ein Kopfgeld auf die Schlangen auszusetzen, wie die Zeitung “Miami Herald“ berichtet.

dpa

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