Kalifornien: Brandstifter droht Todesstrafe

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Ein mutmaßlicher Brandstifter, der 2003 einen schweren Waldbrand in Südkalifornien verursacht haben soll, muss sich wegen fünffachen Mordes vor Gericht verantworten.

Los Angeles - Ein mutmaßlicher Brandstifter, der 2003 einen schweren Waldbrand in Südkalifornien verursacht haben soll, muss sich wegen fünffachen Mordes vor Gericht verantworten.

Wie die “Los Angeles Times“ am Mittwoch berichtete, droht dem 28-jährigen Rickie Lee Fowler im Falle einer Verurteilung die Todesstrafe. Das verheerende Feuer im Bezirk San Bernardino trieb im Oktober 2003 zehntausende Menschen in die Flucht, fast 1000 Häuser brannten ab. Der Tod von fünf Anwohnern an Herzversagen wurde direkt mit den Bränden in Verbindung gebracht.

Fowler war Augenzeugen damals durch “verdächtiges Verhalten“ aufgefallen, doch für eine Festnahme reichten die Hinweise zunächst nicht aus. Nach Polizeiangaben gingen in den letzten Wochen neue Tipps ein, die nun zu der Anklage führten. Der 28-Jährige befindet sich derzeit wegen Einbruchs in Haft. Im März hatte sich eine Jury für die Hinrichtung eines Brandstifters ausgesprochen, der 2006 in Kalifornien den Tod von fünf Feuerwehrleuten verschuldet hatte.

Der wegen Mordes und Brandstiftung schuldig befundene Mann hätte auch zu lebenslanger Haft verurteilt werden können. Bei den schweren Bränden nahe Palm Springs im Oktober 2006 war ein Löschteam in einem Waldgebiet von einer Feuerwalze überrollt worden. Drei Feuerwehrleute kamen sofort ums Leben, zwei weitere erlagen später ihren schweren Verbrennungen.

dpa

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