War es die Aufregung vor dem ersten Mal?

Nepalesin bringt Baby im Wahllokal zur Welt

Kathmandu - Die Aufregung, erstmals wählen zu dürfen, hat bei einer jungen Nepalesin offenbar die Geburtswehen befördert. Möglicherweise löste aber auch ein langer Fußmarsch die Geburt aus.

Jedenfalls spürte die 20-jährige Parbati Bhandari eine Stunde nach ihrem Eintreffen im Wahllokal für die Parlamentswahl am Dienstag plötzlich "starke Schmerzen im Unterleib", wie sie der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch telefonisch berichtete. Sechs Tage vor dem errechneten Geburtstermin war Bhandari eine halbe Stunde lang zu Fuß zu ihrem Wahllokal im Bezirk Myagdi gelaufen.

Glücklicherweise befand sich in demselben Gebäude eine Krankenstation. Dort brachte Bhandari am Dienstagnachmittag einen gesunden Jungen zur Welt. Anschließend gab sie ihre Stimme ab. Sie sei "überwältigt", dass sie an dem Tag Mutter wurde, an dem der Himalayastaat über die Verfassungsgebende Versammlung abstimmte. Ihr Mann habe vorgeschlagen, den Sohn "Nirwachan" zu nennen, was auf Nepalesisch "Wahl" heißt. "Ich war extrem froh, an diesem historischen Tag entbunden zu haben", sagte die 20-Jährige. "Aber die fertige Verfassung zu sehen (...) wird mich noch glücklicher machen", fügte sie hinzu.

Die rund 600 Parlamentarier, die am Dienstag gewählt wurden, sollen eine neue Verfassung für das Land ausarbeiten und damit einen Schlussstrich unter Jahre politischer Instabilität ziehen.

afp

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