Raumfrachter-Absturz: 100 Millionen Dollar Schaden

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Raumfrachter vom Typ Progress

Moskau - Der Absturz des unbemannten Raumfrachters vom Typ Progress im Osten Russlands hat Schätzungen zufolge einen Schaden von mehr als 100 Millionen US-Dollar (etwa 69,3 Mio Euro) verursacht.

In der Summe seien auch die Transportkosten für 367 Kilogramm Materialien aus den USA enthalten, die für das amerikanische Modul der Internationalen Raumstation ISS vorgesehen gewesen seien. Das sagte ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter der russischen Weltraumindustrie am Freitag der Agentur Interfax. “Für die Lieferung zahlt die US-Weltraumbehörde Nasa 5000 US-Dollar pro Kilogramm“, hieß es.

Die Progress war am Mittwochabend kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur wegen einer Fehlzündung der Sojus-Trägerrakete in Südsibirien abgestürzt. Wegen der angekündigten Überprüfung aller russischen Raketensysteme werden die nächsten bemannten Raumflüge wahrscheinlich verschoben.

Die Rückkehr dreier Raumfahrer von der ISS zur Erde verzögert sich nach Informationen von Interfax voraussichtlich um zwei Wochen vom 8. auf den 22. September. Dementsprechend werde wohl auch der für den 22. September geplante Start der nächsten Besatzung auf den 6. Oktober gelegt. Russische Sojus-Kapseln sind derzeit die einzige Möglichkeit, um Menschen zur ISS und zurück zu bringen.

dpa

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