Schachzentrum statt Moschee am Ground Zero?

New York/Moskau - Der für bizarre Ideen bekannte Chef des Weltschachverbandes FIDE, Kirsan Iljumschinow, will das umstrittene Moschee-Gelände in New York kaufen.

Statt eines islamischen Gotteshauses wolle er nahe des Ground Zero ein Schachzentrum bauen lassen, sagte der Präsident der russischen Teilrepublik Kalmückien am Donnerstag der Agentur Interfax. “Ich schlage vor, die Menschen nicht durch Religion zu trennen, sondern durch solch ein großartiges Spiel wie Schach zu vereinen.“

Er habe New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg zehn Millionen US-Dollar (ca. 7,6 Mio Euro) für das Grundstück geboten, behauptete Iljumschinow.

Das Zentrum soll in Form von Schachfiguren gebaut werden. Im buddhistisch geprägten Kalmückien hat der Exzentriker das Pflichtfach Schachunterricht in Schulen eingeführt. Am 29. September will sich der 48-Jährige gegen den früheren Schachweltmeister Garri Kasparow zur Wiederwahl des FIDE-Vorsitzes stellen.

Als kalmückischer Präsident muss er jedoch in wenigen Wochen auf Befehl des Kreml zurücktreten. Zuletzt hatte Iljumschinow für Irritationen gesorgt, als er im Staatsfernsehen von einem Besuch bei Außerirdischen erzählte.

dpa

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