Shell: Nordsee-Ölleck "unter Kontrolle"

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Die Gannet Alpha Plattform in der Nordsee.

London - Der Mineralölkonzern Royal Dutch Shell hat nach eigenen Angaben den Kampf gegen ein Ölleck an einer Förderplattform in der Nordsee gewonnen.

Der Fluss durch die beschädigte Unterwasserleitung sei unterbrochen worden, hieß es. Bei der Suche nach dem Leck kam laut Shell ein ferngesteuertes Gerät zum Einsatz, zudem sei ein Schiff mit Ausrüstung für Säuberungsarbeiten vor Ort, hieß es in einer Mitteilung. Die britischen Behörden hatten erklärt, ein Vorfall, bei der eine “begrenzte Menge Erdöl“ austreten könne, werde untersucht.

Shell hatte am Samstag Medienberichte bestätigt, nach denen an einer seiner Ölplattformen ein Leck entdeckt worden war. Wie viel Öl an der Plattform ins Meer ausströmt, sagte der Konzern nicht. Es sei aber kein “bedeutendes“ Leck. Die Ölplattform liegt rund 180 Kilometer vor der Küste der schottischen Stadt Aberdeen.

Das Loch war Medienberichten zufolge bereits am Mittwoch an einer Verbindungsstelle zwischen Ölquelle und Plattform entdeckt worden.

An dem Ölfeld mit dem Namen “Gannet oil field“ in der Nordsee waren einem Bericht des Senders BBC zufolge zwischen Januar und April rund 13 500 Barrel Öl produziert worden. Es werde zwar von Shell betrieben. Doch auch der Konzern Esso, der zum US-Riesen Exxon gehört, habe Anteile daran. Umweltorganisationen kritisierten die Förderung von Öl aus der Nordsee. Diese werde immer schwieriger und gefährde sowohl die Küstengemeinden Schottlands als auch die Wirtschaft, sagte Juliet Swann von “Friends of the Earth“. “Jedes Auslaufen von Öl sollte uns ein Warnzeichen sein, das uns antreibt, eine Zukunft mit sauberen, erneuerbaren Energien anzustreben, statt weiter in schmutziges Öl zu investieren.“

“Dieser Vorfall in der Nordsee zeigt deutlich, dass schwere Ölunfälle auch in der Nordsee möglich sind“, sagte Jörg Feddern von der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Die Betreiber von Plattformen müssten durch die Politik endlich dazu verpflichtet werden, ihre Pläne für solche Notfälle öffentlich darzulegen. “Nur so ist überprüfbar, ob wirklich alles Erdenkliche unternommen wird, um Katastrophen größeren Ausmaßes zu verhindern.“

dapd/dpa

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