Wetter in Deutschland

Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung – Tagelange Aufräumarbeiten

Unwetter sorgen am Muttertag in einigen Landkreisen für Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und Schlammlawinen. 
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Unwetter sorgen am Muttertag in einigen Landkreisen für Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und Schlammlawinen. 

Beim Wetter in Deutschland hat ein Unwetter zahlreiche Städte und Kreise getroffen und dort erhebliche Schäden angerichtet. Den Taunus hat es besonders hart getroffen.

  • Ein Unwetter* zieht über einige Landkreise in Deutschland und hinterlässt Spuren der Verwüstung.
  • Die Kreise Limburg-Weilburg, Gießen, Hochtaunuskreis und Aschaffenburg waren in der Region am stärksten betroffen. 
  • Die Feuerwehren waren durch das extreme Wetter* in Deutschland im Dauereinsatz. 

Update vom 14.05.2020, 10.40 Uhr: Die Bundesstraße 8 im Hochtaunuskreis, die wegen der massiven Verwüstung durch die schweren Unwetter seit Montag (11.05.2020) gesperrt war, soll bald wieder befahrbar sein. Die Straße zwischen Königsstein und Glashütten werde voraussichtlich am Nachmittag freigegeben, sagte ein Sprecher von Hessen Mobil am Donnerstag. 

Auf der Straße liefen noch immer Aufräumarbeiten. Umgestürzte Bäume hatten nach starken Regenfällen mit Sturmböen am Sonntag und Montag vielerorts Straßen blockiert, darunter auch den Abschnitt der Bundesstraße 8.Auch die Stadt Königstein hatte am Mittwoch (13.05.2020) nochmal um Geduld gebeten. Die umfangreichen Aufräumarbeiten wären in vollem Gange. 

Unwetter hinterlässt Spur der Verwüstung - Bundesstraße im Hochtaunuskreis bleibt über Tage gesperrt 

Update vom 12.05.2020, 06.58 Uhr: Die Aufräumarbeiten nach den schweren Unwettern in Deutschland dauern in vielen Städten und Kreisen noch an. Auf der B8 bei Königstein im Hochtaunuskreis mussten die Aufräumarbeiten am Montagmittag wegen anhaltendem Sturm unterbrochen werden. Laut Polizei sind dort weit über 30 Bäume umgestürzt, die müssen heute alle noch weggeräumt werden. Das wird mindestens den ganzen Vormittag dauern. So lange bleibt die B8 auch weiterhin gesperrt.

Update vom 11.05.2020, 17.33 Uhr: Auch in Königstein im Hochtaunuskreis sorgte die Unwetterfront für Chaos. Rund 30 Mal mussten die Feuerwehren Königstein-Mitte, Falkenstein und Mammolshain am Montag wegen des Wetters ausrücken. Der Sturm hatte zahlreiche Bäume umgestürzt, sie blockierten Straßen und fielen auf Autos, teilte Feuerwehr-Sprecher Christoph Schwarzer mit. 

Wetter in Deutschland: Anhaltender Wind zwingt die Feuerwehr zum Abbruch des Einsatzes auf der B8

Am Mittag musste der Einsatz wegen zu starken Windes gestoppt werden: „Es ist einfach zu gefährlich, die Bäume fallen nach wie vor um“, so Heiko Martens, Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Königstein.

Es könne nicht ausgeschlossen, dass zwischen den umgestürzten Bäumen auf der B8 noch zurückgelassene Autos stehen, sagte der Stadtbrandinspektor. Die weiteren Aufräumarbeiten lägen aber nun in der Hand von Hessen Mobil und seien nicht mehr Sache der Feuerwehr. Die Bundesstraße werde wohl bis zum Dienstag gesperrt bleiben.

Zudem deckte der Sturm Dächer ab. Die Bundesstraße 8 war bis in den Abend hinein abschnittsweise komplett gesperrt. Die B 8 und der Oehlmühlweg bildeten laut Sprecher Christoph Schwarzer die Einsatzschwerpunkt der Königsteiner Wehren. 

Wetter Deutschland: Schäden durch Unwetter - Umgestützte Bäume

Auch die L 3327 bei Mammolshain war zeitweise blockiert. In der Altkönigstraße stürzten Bäume auf einen VW-Beetle. Die Fahrerin musste aus ihrem Wagen befreit werden. Sie blieb laut Angaben der Polizei glücklicherweise unverletzt. Die Leitung der Einsätze lag bei dem Königsteiner Stadtbrandinspektor Heiko Martens. 

Unterstützt wurden die rund 30 Feuerwehrleute von Mitarbeitern des Bauhofs. Umgestürzte Bäume behinderten den Verkehr auch auf anderen Straßen im Taunus, wie die Polizei am Nachmittag berichtete, etwa auf der L 3319 zwischen Schloßborn und Ehlhalten sowie auf der L3276 bei Niederreifenberg sowie in der Kronberger Hainstraße.

Wetter Deutschland: Unwetter hinterlässt Chaos - Neue Gefahr droht

Erstmeldung vom Montag, 11.05.2020: Offenbach - Die Eisheiligen bringen in diesem Jahr ungemütliches  Wetter nach Deutschland. Schon einen Tag bevor die Eisheiligen eigentlich Einzug halten, gab es in weiten Teilen von Deutschland schwere Unwetter. Auch am Montag warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vor Starkregen und Sturm in einigen Regionen in Deutschland. 

Der Frühling* zeigt sich von seiner wechselhaften Seite: Zusätzlich zu dem regnerischen, stürmischen Wetter bringt die zweite Maiwoche winterliche Temperaturen nach Deutschland. Teilweise wird es am Montag (11.05.2020) 15 bis 20 Grad kälter als noch am Wochenende.

Wetter in Deutschland: Unwetter richtet schwere Schäden im Kreis Limburg-Weilburg an 

Gewitter mit Starkregen, Hagel und starken Windböen sorgten besonders im Kreis Limburg-Weilburg für den Einsatz von zahlreichen Kräften der Feuerwehr. Gegen 16 Uhr fegte das Unwetter am Muttertag über den Kreis Limburg-Weilburg* hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Das Zentrum des extremen Wetters soll sich, nach Auskunft von Kreisbrandinspektor Georg Hauch, in Weilburg befunden haben. Hier wurden einige Bäume umgestürzt und dabei sollen auch mehrere Autos zerstört worden sein.

Außerdem sind durch das Wetter in Deutschland zahlreiche Keller mit Wasser vollgelaufen und mussten durch die Feuerwehr wieder entleert werden. In Waldbrunn im Kreis Limburg-Weilburg war die Feuerwehr im Ortsteil Lahr im Einsatz. Hier wurde im Neubaugebiet „Breitheck“ eine Schlammlawine gemeldet. Eine braune Brühe zog sich von den neuen Bauplätzen am Ende der Straße hinunter in den Ortskern. 

Wetter in Deutschland: Im Kreis Gießen dringt eine Schlammlawine in Häuser ein

Das Unwetter in Deutschland am Sonntagabend hat auch im Kreis Gießen gewütet. Wie die Gießener Allgemeine Zeitung* berichtet, hat das Wetter mit Sturm und Starkregen in Langgöns teilweise für schwere Schäden gesorgt. Auch hier mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bäume von Straßen räumen. 

Besonders schwer aber traf es den Ortsteil Dornholzhausen. Nach einem heftigen Hagelsturm war eine Schlammlawine in der Wilhelm- und Schulstraße abgegangen. Neben großer Schlammmassen auf der Straße, war die Schlammlawine auch in zwei Häuser eingedrungen. Dort wurden die Räumlichkeiten stark verwüstet. Einige Räume sind aufgrund des Wetters nicht mehr bewohnbar.

Wetter in Deutschland: Unwetter bei Gießen - Räume teilweise nicht mehr bewohnbar

In mehreren Kellern war aufgrund des extremen Wetters in Deutschland zusätzlich Wasser eingedrungen. An einem Haus konnte das eindringende Wasser noch rechtzeitig aus den Lichtschächten abgepumpt und somit ein größerer Schaden verhindert werden.

Die umfangreiche Einsatzlage, die durch das extreme Wetter in vielen Kreisen Deutschlands ausgelöst wurde, bewältigte die Freiwillige Feuerwehr Langgöns mit Einsatzkräften aus den Ortsteilen Dornholzhausen, Langgöns und Niederkleen.

Wetter in Deutschland: 29 Unwetter-Einsätze für die Feuerwehr im Landkreis Aschaffenburg

Auch über den Landkreis Aschaffenburg zog das Unwetter am Muttertag hinweg. Infolgedessen rückte die Feuerwehr zu insgesamt 29 Einsätzen aus.

Der Markt Stockstadt, sowie die Gemeinden Mainaschaff, Glattbach und Johannesberg waren von den Wetterschäden besonders stark betroffen. So pumpten die alarmierten Kräfte Keller aus und beseitigten Bäume von der Fahrbahn. Das Wetter in Deutschland sorgte außerdem im Kreis Aschaffenburg für einen Stromausfall, weshalb die Feuerwehren ihre Gerätehäuser präventiv besetzten. 

Wetter in Deutschland: Auch am Montag warnt der DWD wieder vor Starkregen und Sturmböen

Am Montagmorgen müssen vor allem die Menschen in Südhessen mit ungemütlichem Wetter und gebietsweisem Starkregen rechnen. In Nordhessen sei der Regen* dagegen weniger und höre schon zur Mittagszeit auf, sagte eine Meteorologin des DWD*.

Die Eisheiligen machen ihrem Namen in dieser Woche noch einmal alle Ehre: Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnt zu Wochenbeginn in mehreren Bundesländern mit Stufe 2 (orange). Diese Regionen sind von dem extremen Wetter in Deutschland betroffen:

  • Schleswig-Holstein und Niedersachsen: An den Küstenregionen drohen Windböen.
  • Saarland und Rheinland-Pfalz: In allen Regionen im Saarland und in den südlichen Landkreisen tritt Starkregen und Sturmböen auf.
  • Thüringen: Im Süden und Westen treten Sturmböen und Starkregen auf.
  • Baden-Württemberg: In den nördlichen Landkreisen tritt Starkregen auf.
  • Bayern: In den angrenzenden Regionen zu BW, Thüringen und Hessen treten Sturm- und Starkregen auf. Auch im Süden warnt der DWD vor Sturmböen.

Auf seiner Webseite hat der Deutsche Wetterdienst eine interaktive Karte veröffentlicht, auf der die Unwetterwarnungen der jeweiligen Gebiete in Deutschland regelmäßig aktualisiert werden. 

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An Christi Himmelfahrt feiern viele Männer den Vatertag. Doch wie wird das Wetter in Deutschland 2020 am Feiertag? Es gibt eine erste Prognose.

*fnp.de, op-online.de und giessener-allgemeine.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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