Wieder Bombenattentat in Pakistan

Islamabad - In Pakistan regiert weiter der Terror. Bei einem Bombenanschlag im Nordwesten Pakistans kamen mindestens 26 Menschen ums Leben. Die Taliban hat sich zu dem Anschlag bekannt.

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind nach Behördenangaben mindestens 26 Menschen getötet und 56 weitere verwundet worden. Wie die Behörden am Donnerstag mitteilten, näherte sich der Attentäter in der Region Hangu in einem Kleinlaster mehreren Regierungsgebäuden, darunter dem Büro des Bezirksbürgermeisters. Dort brachte er seinen Sprengsatz zur Detonation.

Bei den meisten der Opfer handele es sich um Zivilisten, von denen viele zum Zeitpunkt des Anschlags in ein nahegelegenes Restaurant eingekehrt seien, hieß es. Der Angreifer habe rund 400 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt, sagte ein Polizist. Die Amtsgebäude blieben den Angaben zufolge größtenteils von der Explosion verschont, viele nahegelegene Geschäfte und andere Bauten wurden jedoch zerstört.

Zu dem jüngsten Anschlag im Land seit der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden bekannten sich die pakistanischen Taliban. Die Organisation erklärte jedoch in ihrer Stellungnahme, der Vorfall sei nicht als Racheakt für bin Laden zu verstehen, sondern sei eine Vergeltungsaktion für eine fünfköpfige tschetschenische Familie, die Mitte Mai von pakistanischen Sicherheitskräften getötet worden sei.

dapd

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