Pakistan: Mindestens 40 Tote bei Selbstmordanschlag

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Retter bringen einen verletzten Mann in Sicherheit.

Islamabad - Bei einem verheerenden Selbstmordanschlag in der ostpakistanischen Metropole Lahore sind am Mittwoch mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen.

Wie ein Regierungssprecher mitteilte, wurden etwa 100 weitere Menschen verletzt, als der Attentäter vor einer Polizeistation in der belebten Innenstadt einen mit Sprengstoff beladenen Minibus in die Luft sprengte. Vor der Explosion habe es eine Schießerei gegeben.

Das dreistöckige Gebäude sei durch die Detonation vollständig zerstört worden. Mehrere Häuser in der Nachbarschaft, in denen Büros von Behörden und Geheimdienst untergebracht waren, wurden den Angaben zufolge schwer beschädigt. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat.

Der Sicherheitsberater der Regierung, Rehman Malik, machte jedoch “Elemente, die das Land destabilisieren wollen“ für den Anschlag verantwortlich. Gleichzeitig deutete Malik an, es könne sich um einen Racheakt der radikal- islamischen Taliban handeln, gegen die die Armee derzeit eine Großoffensive im nordwestlichen Swat-Tal führt. Nach Medienberichten nahmen Sicherheitskräfte am Tatort mindestens vier Verdächtige fest. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter steigt, da noch Verschüttete unter den Trümmern vermutet werden.

Pakistanische Fernsehsender zeigten Bilder von Rettungskräften, die mit schwerem Räumgerät nach weiteren Opfern suchten. Armee und Polizei riegelten den Anschlagsort weiträumig ab.

dpa

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